Boden – wir stehen drauf!
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Der Boden filtert unser Trinkwasser, speichert Kohlenstoff, kühlt unsere Stadt und ist Lebensraum für Millionen von Organismen. Einmal zerstört, lässt er
sich kaum wiederherstellen – und doch behandelt Berlin ihn seit Jahren als Nebensache. Doch für die notwendigen Klimaanpassungen ist es wichtig, Bodenschutz in den Vordergrund zu rücken. Denn gesunder Boden ist die Basis für gesunde Bäume und Grünflächen, sauberes Trinkwasser und eine funktionierende Schwammstadt.
Für Baumpflanzungen, neue Grünflächen und kleinteilige Entsiegelung muss der darunterliegende Boden unkontaminiert sein – gleiches gilt für viele Arten von Neubau. Doch von sauberem Boden ist in Berlin aufgrund der Geschichte nicht immer auszugehen. Kriege, Industrie und Jahrhunderte, in denen Umweltgifte bedenkenlos in Boden und Gewässern entsorgt wurden hinterlassen Spuren im Umweltgedächtnis Boden: Schwermetalle, Kohlenwasserstoffe, PFAS und andere Schadstoffe bleiben über lange Zeiträume im Boden und richten dort erhebliche Schäden am Ökosystem an. Über elftausend Einträge gibt es im Bodenbelastungskataster – davon sind knapp zwei Drittel der Einträge immer noch nicht oder nur unzureichend untersucht. Etwa 22% der Berliner Landesfläche steht unter Verdacht verseuchte Böden zu haben.
Um das Thema auch für den schwarz-roten Senat sichtbar zu machen, haben wir als Fraktion Bündnis 90/Die Grünen heute einen Antrag ins Plenum eingebracht, hier auf der Seite des Abgeordnetenhauses zu finden.
Mehr Informationen zu dem Stand des Bodenschutzes in Berlin finden Sie in folgenden schriftlichen Anfragen zu dem Thema:
