"Wir wollen ein Berlin das sicher, sauber und gerecht ist. Eine Metropole, in der
Grünflächen, Schatten und saubere Luft selbstverständlich sind."
Berlin ist eine grüne Metropole:
Die Menschen, die hier leben, lieben ihre Stadtbäume, Parks, Wälder und Seen. Es sind Orte zum Durchatmen, Spazierengehen, Sport treiben, Freunde treffen oder Ausruhen. Berlins Grünflächen reinigen die Luft, spenden Schatten, speichern Wasser und schützen bei Starkregen vor Überschwemmungen.
Doch in einer wachsenden Stadt legt sich immer mehr Grau über Berlins Kieze: zu viel Beton, zu viel versiegelte Flächen, zugemüllte Wege. Das wollen wir aufbrechen. Mit mehr begrünten Plätzen und Hinterhöfen, sauberen Parks und Spielplätzen sowie einer Million Bäume für Berlin. Unser Ziel: ein gutes Stadtklima für alle Berliner*innen – unabhängig vom Wohnort und Geldbeutel.
Wir müssen Baumhauptstadt werden!
Stadtbäume sind kein Luxus. Sie prägen Straßen und Plätze, verbessern die Luft, spenden Schatten und sind Lebensraum für viele Tiere. Gleichzeitig verlieren wir in Berlin jedes Jahr tausende Bäume. Das muss enden. Es braucht eine Million Bäume für Berlin – vor allem dort, wo sich Straßen, Plätze und Gebäude im Sommer stark aufheizen.
Und: Neue Bäume brauchen geeignete Standorte und langfristige Pflege, sonst bleiben sie nur ein guter Vorsatz. Berlin muss mehr Geld für den Schutz des Bestands, die Bewässerung und die Neupflanzung ausgeben!
Unser Anspruch ist eine echte Baumoffensive für Berlin, die den Baumbestand sichert und ausbaut. Das schützt auch die Gesundheit von älteren und kranken Menschen.
Positionspapier 1 Million Bäume für Berlin
Sag uns, wo in Berlin Bäume fehlen!
Saubere Parks für alle!
Wir lieben Berlin, wie es ist: rau, lebendig, nicht glatt poliert. Aber viele Parks, Straßen und Plätze sind in den letzten Jahren spürbar dreckiger geworden. Das darf nicht so bleiben!
Wir setzen uns dafür ein, dass sich die BSR verstärkt um die Reinigung von Grünanlagen und Spielplätzen kümmert. Neben den Parks müssen aber auch die Straßen sauberer werden. Damit Matratzen und kaputte Möbel nicht auf der Straße landen, wollen wir allen Berliner Haushalten eine kostenlose Sperrmüllentsorgung pro Jahr ermöglichen.
Außerdem werden in Berlin jeden Tag hunderttausende To-go-Becher einmal benutzt und weggeworfen. Hinzu kommen Einwegverpackungen, Pappteller oder Plastiklöffel. Damit Mehrweg sich lohnt und Läden und Cafés auf Rückgabesysteme umstellen, fordern wir eine Steuer auf Einwegverpackungen. Das große Ziel muss sein, dass möglichst wenig Abfall entsteht. Schon heute gibt es viele Alternativen zu Wegwerfprodukten – etwa Mehrwegboxen und Pfandsysteme für Essen und Getränke zum Mitnehmen. Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass Geräte, Kleidung und Möbel wieder häufiger repariert und länger genutzt werden.
Berlins Stadtgrün – Urlaub um die Ecke
Einmal tief durchatmen und entspannen. Das geht im Park viel besser als an einer stark befahrenen Straße. Wer im Grünen unterwegs ist, kommt runter und lässt den Stress der Großstadt weniger werden. Berlins Parks, Wälder und Seen sind kostenlose Rückzugsräume. Und sie leisten uns täglich Dienste, die unersetzbar sind: Sie sorgen für frische, saubere Luft. Vor allem für Berliner*innen ohne eigenen Balkon oder Garten sind sie ein wichtiger Freiraum, für viele der Urlaub um die Ecke. Deshalb müssen wir das Grün in Berlin erhalten, schützen und vermehren!
Auch Kleingärten, Gemeinschaftsgärten und Urban Gardening-Projekte sind in der wachsenden Stadt unverzichtbar, als ökologische und soziale Oasen und wichtige Biotopverbindungen. Ebenso verhält es sich mit Friedhöfen im Berliner Stadtbild, die sich als Lebensraum für viele Tier-, Pflanzen- und Insektenarten bewährt haben.
Grau ist keine Farbe
Berlin wächst, aber zu oft wächst das Grau mit: Freiräume verschwinden, Plätze werden zubetoniert und Asphaltflächen wachsen. Das schwächt die Quartiere, denn Starkregen kann nicht mehr vor Ort versickern. Berlin braucht Wohnraum und muss sich gleichzeitig besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten.
Für uns ist klar: Neubau und Grünflächenschutz müssen zusammen gedacht werden. Bauen ja, aber lieber in die Höhe statt in die Breite. Lieber auf bereits genutzten Flächen nachverdichten, statt neue Böden zu betonieren. Und wo Versiegelung unvermeidbar ist, muss wenigstens vor Ort neues Grün wachsen: durch begrünte Hinterhöfe, Fassaden oder Dachgärten. Die wirken wie eine natürliche Klimaanlage und kühlen Innenräume im Sommer.
Der Schlüssel dafür ist Entsiegelung – also das Öffnen und Begrünen versiegelter Flächen. Begrünte Plätze sind nicht nur schöner, sondern auch ökologischer: Die Böden können sich regenerieren, Pflanzen finden Platz und Tiere profitieren von neuen Lebensräumen. Für die Anwohner*innen entstehen Orte, die zum Verweilen einladen – ein wichtiger Beitrag für mehr Lebensqualität in dicht bebauten Quartieren.
Mehr Grün für Berlin? Wir arbeiten dran:
Unser Einsatz für Grünflächen und Naturschutz

Parlamentarische Dokumente zum Thema Grünflächen und Naturschutz:
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- „Charta für das Berliner Stadtgrün“ und Handlungsprogramm Berliner Stadtgrün 2030,
Antrag Grüne, Drucksache 19/1039 S. 1 bis 26 vom 19.06.2023 - „Charta für das Berliner Stadtgrün Teil I: Bäume und Grünflächen“
Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Benedikt Lux, Drucksache 19/24512, 02. Dezember 2025, - Der Kleingartenentwicklungsplan 2030 (KEP 2030) – ein wichtiger Schritt zum Schutz der Kleingärten in Berlin, weitere Schritte müssen folgen!
Antrag Grüne, Drucksache 19/1021 S. 1 bis 175 vom 06.06.2023 - Zukunft der Berliner Kleingärten (Teil 1): Sicherung?
Schriftliche Anfrage Dr. Turgut Altuǧ, Julian Schwarze, Drucksache 19/21013 vom 19.11.2024 - Zukunft der Berliner Kleingärten (Teil 2): Kleingärten für alle, soziale Gerechtigkeit und Vielfalt im Fokus?
Schriftliche Anfrage Dr. Turgut Altuǧ, Julian Schwarze, Drucksache 19/21014 vom 19.11.2024 - Veranstaltungen in den Berliner Grünanlagen und Naturschutz?
Schriftliche Anfrage Dr. Turgut Altuǧ, Julian Schwarze, Drucksache 19/20553 vom 08.10.2024 - Sturm Ziros – Auswirkungen auf den Baumbestand und Bienenbestände
Schriftliche Anfrage, Drucksache 19/23284, 10.07.2025 - Bäume erhalten – Baumfällungen überprüfen
Antrag Grüne, Drucksache 19/2862 vom 07.01.2026 - Klimaanpassungsgesetz umsetzen: Baumschutzverordnung novellieren!
Antrag Grüne, Drucksache 19/2888 vom 20.01.2026 - Wo kein Kläger, da kein Richter — oder auch: warum eine Bußgelderhöhung allein die Parks und Straßen nicht sauber hält
Schriftliche Anfrage Julia Schneider, Drucksache 19/18622 vom 18.03.2024 - Saubere (Spiel-)Plätze
Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Julia Schneider, Drucksache 19/16927 vom 04.10.2023
- „Charta für das Berliner Stadtgrün“ und Handlungsprogramm Berliner Stadtgrün 2030,
Unser Einsatz für das Tempelhofer Feld
CDU und SPD wollen (mal wieder) das Tempelhofer Feld bebauen. Allerdings kann dort weder schnell gebaut werden noch entstehen auf diese Weise bezahlbar Wohnungen. Auch eine Bebauung von grünen Innenhöfen in anderen Bezirken wird dadurch nicht verhindert. Außerdem ist das Tempelhofer Feld mit seiner Flora und Fauna ein wichtiger Standort der Biodiversität im Berliner Stadtbild. Es beherbergt einige Vogel- und Insekten- aber auch Pflanzenarten, die bereits auf der roten Liste stehen. Die bedrohte Feldlerche hat hier ihre geschützten Brutzonen. Sie hat hier landesweit ihre höchste Population. Berlin braucht diesen einzigartigen Ort für Menschen, Klima und Tiere. Das Tempelhofer Feld ist Anziehungspunkt für Besucher*innen aus allen Berliner Bezirken und der ganzen Welt. Hier haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten für Euch zusammengestellt.
- Entwicklungs- und Pflegeplan zum Tempelhofer Feld – Quo vadis, Naturschutz-Monitoring?
Schriftliche Anfrage Dr. Turgut Altuǧ, Julian Schwarze Drucksache 19/20544 vom 08.10.2024
Unser Einsatz für Wald in Berlin
Der Kampf um den Emmaus-Wald:
Der ehemalige Friedhof in Nord-Neukölln hat sich in den letzten zwei Jahrhunderten zu einem wertvollen Mischwald entwickelt. Er beheimatet zahlreiche Arten. Hier stehen etwa 800 Bäume, darunter 200 besonders schützenswerte. Dieses alte Ökosystem lässt sich nicht einfach ersetzen, seine Rodung lässt sich nicht kompensieren, schon gar nicht für die Anwohnerinnen und Anwohner. Nun soll er für Eigentumswohnungen gerodet werden. Um Neubauziele zu erfüllen, will der Berliner Senat das Projekt durchbringen.
Wir fordern in unserem Antrag die Planungszuständigkeit für den Neuköllner Emmauskirchhof an den Bezirk zurückzugeben. Zustimmung gibt es dabei von der Fraktion Die Linke. Die Koalition lehnt den Antrag kurzerhand ab. Die Begründung: Wir brauchen mehr Wohnraum. Allerdings werden hochpreisige Eigentumswohnungen dieses Problem kaum lösen!
Parallel zum Antrag haben wir auch in einer Schriftliche Anfrage (Drucksache 19/19 280) den Senat gefragt, wie nun der Stand ist. In seiner Antwort gibt der Senat wenig preis, nur so viel: „Formelle Verfahrenschritte sind seit dem Eintritt des Senates in das Verfahren nicht durchgeführt worden.“
Wir bleiben weiter dran. Denn letztlich geht es beim Emmauswald auch um eine Gerechtigkeitsfrage – für ein lebenswertes Berlin mit Grünflächen in allen Bezirken. Mehr Infos
Jeder Hektar gerodeter Wald ist einer zu viel
Es wird mehr Wald gerodet als zunächst behauptet. Die Ausgleichsmaßnahmen reichen in Anbetracht der Klimakrise nicht und werden erst in Jahrzehnten wirksam sein.
Bisher hat der Senat behauptet, für die Tangentialverbindung Ost würden 16,6 Hektar Wald zerstört – auf Nachfrage muss er nun bestätigen, dass es um deutlich mehr Waldfläche geht: 16,6 Hektar für die Trasse und 5,4 Hektar nur für die Bauarbeiten. Also werden insgesamt 22 Hektar Waldfläche gerodet. Dadurch wird jahrzehntelang intakte Waldfläche fehlen. Mehr Infos
Parlamentarische Dokumente zum Thema Wald:
- Emmauswald erhalten: Planungszuständigkeit für den Neuköllner Emmauskirchhof an den Bezirk zurückgeben
Antrag Grüne, Drucksache 19/1500 vom 27.02.2024 - Emmaus-Wald: Was plant der Senat?
Schriftliche Anfrage Julian Schwarze, Julia Schneider und Daniel Wesener, Drucksache 19/16958 vom 05.10.2023 - Emmaus-Wald: Was plant der Senat? (Teil 2)
Schriftliche Anfrage von Julian Schwarze, Julia Schneider und Daniel Wesener vom 30.05.2024, Drucksache 19/19280 - Schutz vor Feuer in Berlins Wäldern
Schriftliche Anfrage von Julia Schneider vom 24.04.2023 - Waldrodung für Straßenbau – wie lange will sich der Senat das noch leisten?
Schriftliche Anfrage von Julia Schneider vom 25.07.2024 - Langhoffwald und Co.: Zerstören übermäßige Grünpflegemaßnahmen den Waldcharakter?
Schriftliche Anfrage von Julian Schwarze, Julia Schneider und Dr. Turgut Altuğvom 23.01.2024
Unser Einsatz für ökologische Quartiere und klimafreundliche Stadtentwicklung

Der Kampf um den Molkenmarkt
Am Molkenmarkt droht ein weiteres Luxusquartier ohne bezahlbare Wohnungen. Statt auf die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften zu setzen, soll es Konzeptverfahren für die Grundstücksvergabe an private Akteure geben. Das lehnen wir ab. Stattdessen muss das Ziel sein, bezahlbaren Wohnraum in öffentlicher Hand zu schaffen.
- Planungen am Molkenmarkt vom Kopf auf die Füße stellen – für ein ökologisches, soziales, nachhaltiges und fossilfreies Quartier am Molkenmarkt
Antrag Grüne, Die Linke, Drucksache 19/1160 vom 07.09.2023
Parlamentarische Dokumente zum Thema Stadtentwicklung
- Keine Verlängerung der A 100 – Planungsstopp für den 17. Bauabschnitt jetzt durchsetzen
Antrag Grüne, Drucksache 19/1139 vom 30.08.2023 - Neue Stadtquartiere: Aktueller Stand der Verfahren und Aussichten
Schriftliche Anfrage von Julian Schwarze, Drucksache 15.03.2024 - Neues Stadtquartier Buch – Am Sandhaus: Gefährdung von Moorflächen und Feuchtgebieten?
Schriftliche Anfrage Julian Schwarze, Drucksache 19/15976 vom 27.06.2023 - Städtebauliche, architektonische und freiraumplanerische Qualität durch offene Wettbewerbe verbessern
Antrag Grüne, Die Linke, Drucksache 19/1016 vom 05.06.2023
Unser Einsatz für eine kühle Stadt und gegen Überhitzung

Wasser ist Leben
Als essentielle Ressource für Menschen, Tiere und Pflanzen spielt Wasser eine zentrale Rolle in nahezu allen Bereichen unseres Lebens. Dafür fordern wir Sofortmaßnahmen. Mehr Infos
Parlamentarische Dokumente zum Thema Hitze/kühle Stadt:
- Grüne Oasen erhalten
Schriftliche Anfrage Dr. Turgut Altug (Grüne), Julian Schwarze , Drucksache 19/16012 vom 29.06.2023 - Hitzeschutz für Fußgänger*innen
Schriftliche Anfrage Oda Hassepaß und Julia Schneider (GRÜNE), vom 10. Juni 2024 - Naturschutz und Trinkwasserförderung
Schriftliche Anfrage Julia Schneider (GRÜNE) vom 3. Juni 2024