46 Millionen Euro verpulvert: Fehlplanung bremst Berlins Wärmewende aus
Foto: Vincent Villwock/Grüne Fraktion Berlin
Zum Baustopp eines der größten Investitionsprojekte der Berliner Fernwärme kommentiert Dr. Stefan Taschner, energiepolitischer Sprecher:
„Das Debakel um die gescheiterte Leitwarte am Heizkraftwerk Marzahn ist ein teures Erbe der Vattenfall-Fernwärme. 46 Millionen Euro für Planung und Abriss – eine bittere Bilanz für die BEW, ein Unternehmen, das eine zentrale Rolle in der Wärmewende Berlins spielen soll und dafür jeden Euro in die Dekarbonisierung der Fernwärme stecken muss.
Es stellen sich nun einige dringende Fragen, die es zu klären gilt: War die digitale Leitzentrale wirklich unverzichtbar für ein klimaneutrales Wärmesystem, wie Vattenfall es behauptet hat? Welche Folgen hat das Aus für die Dekarbonisierungsstrategie der BEW – und welche Investitionen werden nun aufgeschoben?
Klar ist: Diese Fehlentscheidung fiel unter der Verantwortung von Vattenfall. Gut, dass die Kontrolle heute beim Land liegt. Noch besser wäre es gewesen, wenn die öffentliche Hand früher Einblick gehabt hätte – dann hätte sich dieses Desaster vielleicht verhindern lassen. Hier stellt sich auch die Frage nach der Verantwortung der zuständigen Senatorin Giffey und des Finanzsenators Evers.
Die Fernwärme ist ein Schlüssel für ein klimaneutrales Berlin. Die BEW muss jetzt entschlossen auf Transparenz, erneuerbare Energien und nachhaltige Investitionen setzen – damit die Stadt ihre Klimaziele erreicht und kostspielige Fehlplanungen endlich der Vergangenheit angehören.“
