Berlin braucht eine Fachkräfteoffensive – kein Protokoll darüber, wie der Senat den Mangel verwaltet
Foto: Vincent Villwock/Grüne Fraktion Berlin
Zur vom Senat beschlossenen Fachkräftestrategie 2035 erklärt Tonka Wojahn, Sprecherin für Aus- und Weiterbildung sowie Fachkräftesicherung:
„Der Senat verkauft ein Sammelsurium aus Allgemeinplätzen als strategischen Wurf, ohne konkrete neue Maßnahmen vorzulegen. Diese sogenannte Fachkräftestrategie ist vor allem eine Aneinanderreihung von bekannten Problembeschreibungen und Verweisen auf bereits bestehende Programme. Gerade bei Klimaberufen bleibt das Papier erschreckend vage, und ausgerechnet der Fachkräftemangel in der öffentlichen Verwaltung – also ein zentraler Engpassbereich – ist kein Bestandteil der Strategie. Im Kern will die Arbeitsverwaltung uns hier weismachen, dass eine Umsetzung des schwarz-roten Koalitionsvertrages reicht, um die Fachkräftekrise zu lösen. Statt diesem Papier hätte die Wirtschaft in Berlin eine echte Strategie gebraucht: mit konkreten Maßnahmen wie neuen Förderprogrammen, mit einem echten Digitalisierungs- und Internationalisierungsschub für die Verwaltung und vor allem mit messbaren Meilensteinen. Die Wirtschaft fordert verbindliche Serviceversprechen; diese Strategie bleibt bei unverbindlichem Monitoring.“
