Berlin darf bei der Strafbarkeit von Catcalling nicht blockieren
Foto: Anais Quiroga/Grüne Fraktion Berlin
Laut einer SPIEGEL-Umfrage lehnt der Berliner Senat eine Strafbarkeit der verbalen sexuelle Belästigung („Catcalling“) ab. Das kritisiert Bahar Haghanipour, Sprecherin für Gleichstellung:
„Catcalling ist eine Form der Demütigung, die Mädchen und Frauen täglich erleiden müssen, weil Männer sie mit Pfiffen, Kussgeräuschen oder Sprüchen zum Objekt machen. Das ist sexuelle Belästigung – und es ist unerträglich, dass so etwas nach dem Willen der Berliner CDU-Justizsenatorin ohne Konsequenzen bleiben soll.
44 Prozent aller Frauen berichten von sexistischen Übergriffen, 14 Prozent erleben das mehrmals im Monat. Diese Realität darf nicht länger ignoriert werden.
Die Niederlande haben längst gehandelt und Catcalling strafbar gemacht. Und was macht der schwarz-rote Senat in Berlin? Er stellt sich schützend auf die Seite der Täter. Die Berliner CDU muss endlich für Respekt und Sicherheit im öffentlichen Raum eintreten.
Wir Grüne sagen klar: Schluss mit dem Wegsehen. Catcalling muss als eigener Straftatbestand geahndet werden. Berlin darf nicht weiter blockieren, sondern muss Haltung zeigen – für die Rechte von Mädchen und Frauen.“
