Grüne fordern klares Bekenntnis zum BASF Standort Berlin
Zur heutigen Betriebsratsversammlung und der Kundgebung der IG BCE zur geplanten Verlagerung von Funktionen bei BASF erklären Bettina Jarasch, Fraktionsvorsitzende, und Tuba Bozkurt, industriepolitische Sprecherin:
Bettina Jarasch: „Wir stehen an der Seite der IG BCE und der Beschäftigten. Sie arbeiten seit Jahren mehr und verdienen weniger als andere in der Branche, um den Standort Berlin zu sichern. Der geplante Personalabbau ist insofern ein riesiger Vertrauensbruch gegenüber der Belegschaft. Wenn BASF Services abwandern, verliert Berlin aber nicht nur Arbeitsplätze, sondern wirtschaftliche Substanz. Gerade für eine Stadt mit wenig industrieller Produktion ist das ein Warnsignal. Ich erwarte, dass der Regierende Bürgermeister umgehend bei der Konzernzentrale vorstellig wird und auf den Erhalt dieser Unternehmenseinheiten in Berlin dringt.“
Tuba Bozkurt: „Für uns ist dieser Prozess nicht abgeschlossen. Jetzt müssen alle bestehenden Spielräume geprüft werden, von Gesprächen mit der Konzernzentrale bis hin zur ernsthaften Überprüfung bestehender Standort Commitments und sozialpartnerschaftlicher Vereinbarungen. Im Wirtschaftsausschuss wurde deutlich, dass der Senat erst nach öffentlicher Bekanntgabe informiert wurde. Das zeigt, wie dringend Berlin verbindlichere Frühwarn und Dialogstrukturen mit international organisierten Unternehmen braucht. Gute Industriearbeitsplätze entstehen nicht zufällig. Sie brauchen politische Führung.“

