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Hatun-Sürücü-Preis 2019: Grüne zeichnen zum 7. Mal Engagement für Mädchen und junge Frauen aus

Auf dem Bild sind Buttons von Hatun-Sürücü. Die meisten von ihnen aben einen weißen Hintergrund. Auf ihnen ist eine Zeichnung von Hatuns Kopf in Blau. Daneben steht auf dem Button in Blau "Hatun-Sürücü-Preis. Foto: Inga Kjer/photothek.net

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus hat heute zum siebten Mal drei Berliner Projekte und Initiativen mit dem Hatun-Sürücü-Preis ausgezeichnet. Die Preisverleihung ist zugleich Auftakt der grünen Frauenkampfwochen 2019.

Aus den Bewerbungen von Projekten, Organisationen und Einzelpersonen hat eine Jury drei Preisträger*innen ausgewählt, die sich in besonderer Weise dafür einsetzen, Mädchen und junge Frauen in ihrer Selbständigkeit zu unterstützen.

1919 durften Frauen das erste Mal wählen. 100 Jahre später sind wir von echter Gleichberechtigung aber noch weit entfernt. Mädchen und Frauen werden immer noch benachteiligt, ausgegrenzt oder gedemütigt.

Mit unserem grünen Frauenpreis schaffen wir Aufmerksamkeit für diejenigen, die sich täglich für die Chancengleichheit und Selbstbestimmung von Mädchen und jungen Frauen einsetzen. Diese Projekte, Organisationen und Einzelpersonen verdienen Anerkennung und Unterstützung, denn viel zu oft bleibt diese wertvolle Arbeit im Verborgenen. Aus den Bewerbungen hat eine Jury drei Preisträger*innen ausgewählt.

Mit der Preisverleihung erinnern wir auch an die Namensgeberin Hatun Sürücü, die am 7. Februar 2005 von einem ihrer Brüder ermordet wurde, weil sie ihr Leben selbstbestimmt und frei führen wollte.

Wir freuen uns, dass wir die Verlagsgründerin und Dolmetscherin Marianne Ballé Moudoumbou, die Autorin, Aktivistin und Coach Laura Gehlhaar, sowie die Musikerin und Aktivistin Fatou Mandiang Diatta als Jurorinnen gewinnen konnten.

Die drei diesjährigen Preisträger*innen zeigen, wie vielfältig das Engagement aussehen kann.

 

1. PREIS: MADALENA BERLIN

(500 Euro; gestiftet von Christina Koellner, Prokuristin bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Berlin.)

Forumtheater-Gruppe zum Thema Frauenrechte

Die Gruppe Madalena-Berlin ist ein Frauenkollektiv von Aktivistinnen*, das mit Hilfe des Forumtheater-Ansatzes Aspekte rund um das Thema Frauenrechte beleuchtet. In einem kollektiven und kreativen Prozess erarbeiten sie Theaterstücke auf Basis der eigenen Geschichten und Erfahrungen der Mitwirkenden. Die Zuschauer*innen werden durch die Verknüpfung des Theaters mit Kunst und Politik dazu aufgefordert, selbst aktiv zu werden. Die Gruppe ist Teil eines weltweiten Magdalena-Netzwerkes welches 20 Gruppen umfasst und in regem Austausch miteinander steht. So organisierten die Magdalenas Berlin 2017 das zweite Internationale Magdalena Theater Festival der unterdrückten Frauen unter dem Motto „Nein heißt Nein“. Auch 2018 hat die Gruppe vielfältige Seminare gegeben und mit dem Aufführen Ihres Theaterstücks Menschen zum nachdenken und mitmachen animiert.

 

2. PREIS: SPOT ON, GIRLS! – CULTURES INTERACTIVE e.V. & SPRINGSTOFF

(300 Euro; gestiftet von Ramona Pop, Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe)

Empowerment durch HipHop, Comiczeichnen und Skateboardfahren

Das vom feministischen Berliner Musiklabel Springstoff und dem Verein Cultures Interactive e.V. gemeinsam ins Leben gerufene Projekt der genderreflektierten Empowerment-Arbeit startete im Mai 2016. Es fördert die Begegnung zwischen geflüchteten und nicht-geflüchteten Berliner*innen. In Workshops können die 12-20 Jahre alten Teilnehmer*innen aus Mädchenzentren und Geflüchteteneinrichtungen sich u.a. durch das erlernen von HipHop, Comiczeichnen und Skateboardfahren eigene Ausdrucksformen der urbanen Kultur aneignen. Dies ermöglicht ihnen die Nutzung des urbanen Raums mitzugestalten. Durch den Peer-to-Peer-Ansatz begegnen sich die Mädchen auf Augenhöhe, ein wertschätzender Umgang mit Diversität und der einhergehende Abbau von Sprachbarrieren wird zur Selbstverständlichkeit. Das Projekt bietet Workshops in sechs Bezirken an und arbeitete bisher mit ca. 100 Mädchen zusammen.

 

3. PREIS: M-POWER KOMMMIT e.V.

(200 Euro; gestiftet von Beate Roll, Landesverband Berlin Unternehmerfrauen im Handwerk e.V.)

Bildungsarbeit mit jungen Geflüchteten

Das Projekt M-Power rund um die Projektleiterin Mervete Bobaj setzt sich für das Empowerment von Mädchen mit Flucht- und Migrationserfahrungen ein. Durch verschiedene Angebote wie ein Mentoring-Programm, ein Ferien-Campus, sowie kulturelle und politische Bildung und einer Filmwerkstatt werden die teilnehmenden Mädchen und jungen Frauen motiviert die Gesellschaft aktiv mitzuformen und ihren persönlichen Lebensweg selbstbestimmt zu gestalten. Durch die Stärkung ihrer sozialen und kulturellen Ressourcen, der schulischen Kompetenzen und die Unterstützung bei der beruflichen Orientierung werden, die Mädchen auf ihrem Lebensweg begleitet und können ihre Potentiale entfalten.

 

DIE JURY 2019

Die Preisträgerinnen und -träger wurden von einer fünfköpfigen Jury ausgewählt. Wir freuen uns sehr, dass wir 2019 Marianne Ballé Moudoumbou, Laura Gehlhaar, Fatou Madniang Diatta als Jurorinnen gewinnen konnten:

  • Marianne Ballé Moudoumbou, Diplom-Dolmetscherin und Verlagsgründerin, studierte und war in Frankreich, Deutschland, England, Spanien, Mexiko und Ghana tätig. Sie ist in zahlreichen Organisationen engagiert und hat viele davon mitbegründet, wie den Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde in Deutschland, die Panafrikanische Frauenorganisation PAWLO und das Bundeselternnetzwerk der Migrantenorganisation für Bildung und Teilhabe (bbt). Sie setzt sich für die offizielle Anerkennung der von europäischen Ländern verübten Völkermorde und Verbrechen ein.
  • Laura Gehlhaar, geb. 1983 in Düsseldorf, hat Sozialpädagogik in Holland und in Berlin studiert und arbeitet heute als Aktivistin, Autorin und Coach. Sie hält Vorträge über Inklusion und Barrierefreiheit und schreibt in ihrem Blog „Frau Gehlhaar“ über das Großstadtleben und das Rollstuhlfahren. Im September 2016 erschien ihr erstes Buch „Kann man da noch was machen?“ im Heyne Verlag.
  • Fatou Mandiang Diatta, Musikerin und Aktivistin, lebt seit 2006 in Berlin und hat sich als Rapperin Sista Fa erfolgreich in einer Männerdomäne durchgesetzt. Ihr erstes Album wurde bei den senegalesischen Hip-Hop-Awards ausgezeichnet. 2009 erschien ihr europäisches Debüt „Sarabah – Tales From The Flipside Of Paradise“, in dem sie unter anderem Genitalverstümmelung und Zwangsverheiratung junger Mädchen in ihrer Heimat thematisiert. Sie ist von Terre des Femmes als Change Agent ausgebildet und hat die Initiative “education sans mutilation” ins Leben gerufen.

In der Jury sitzen zudem für die Grünen-Fraktion:

  • Anja Kofbinger, Sprecherin für Frauen-, Gleichstellungs- und Queerpolitik
  • Susanna Kahlefeld, Sprecherin für Partizipation und Beteiligung

Mehr Infos unter: www.gruene-fraktion.berlin/hsp


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