Wohnungstausch zwischen allen landeseigenen Wohnungsunternehmen ermöglichen
Foto: Anna Fiolka
Zum Wohnungstausch-Vorhaben der landeseigenen Wohnungsunternehmen erklärt Katrin Schmidberger, Sprecherin für Wohnen und Mieten:
„Wir fordern die Möglichkeit zum Wohnungstausch zwischen allen landeseigenen Wohnungsunternehmen. Denn die Bestände der Landeseigenen sind ungleich über die Stadt verteilt. Um den Wohnungstausch anzukurbeln, muss ein Angebot in der direkten Nachbarschaft geschaffen werden, denn gerade ältere Menschen sind auf ihr soziales Umfeld angewiesen. Statt ihre Blockade aufzubrechen und das Konzept zu verbessern, beschränkt der Senat das Programm nur auf ältere Mieter*innen, die in kleinere Wohnungen ziehen sollen. Dieses Vorhaben geht also leider an der Lebenswirklichkeit der Berliner*innen vorbei.
Während der Senat von ‚fairen Mieten‘ spricht, schafft er die Möglichkeit, beim Tausch die Quadratmeterpreise in beiden Wohnungen erhöhen zu lassen. Damit sinkt die Attraktivität für die Mieter*innen deutlich. Schwarz-Rot bleibt damit erneut unter den Möglichkeiten, die der Wohnungstausch bieten könnte. Das neue Konzept ist damit nicht mehr als eine Phantomlösung.
Wir Grünen hatten bereits vor zwei Jahren in einem Antrag umfassende Maßnahmen gefordert, um den Wohnungstausch zu verbessern: durch eine zentrale Tauschplattform, Mietrabatte und Umzugskostenhilfen sowie den Tausch auch innerhalb der Nachbarschaft. Zudem brauchen wir ein Modellprojekt auch für den freien Wohnungsmarkt.“
