Fachtag: Gemeinsam gegen Rechtsextremismus
Ende: 27.03.2026 um 16:30 Uhr
Gemeinsam gegen Rechtsextremismus!
Berlin hat ein Rechtsextremismusproblem. Rechtsextreme treten in Berlin immer gewaltbereiter und selbstbewusster auf. Die AfD verbreitet Hass und Hetze in den Parlamenten, rechte Straftaten sind auf einem Höchststand, Antifeminismus und Queerfeindlichkeit nehmen zu und demokratische Institutionen geraten zunehmend unter Druck. Gleichzeitig gibt es in Berlin eine aktive und vielfältige Zivilgesellschaft, die unsere Demokratie entschlossen verteidigt und sich dem Rechtsruck erfolgreich entgegen stellt.
Rechtsextremismus ist ein wachsendes Risiko, für unser friedliches Zusammenleben, aber auch für die Sicherheit der Menschen in Berlin. Doch der schwarz-rote Senat bleibt Antworten schuldig, auf dieses Sicherheitsrisiko. Deshalb gehen wir in die Offensive.
Zu unserem Fachtag laden wir alle ein, die sich gegen Rechts engagieren. Ob aus Kiez- und Nachbarschaftsinitiativen, Organisationen und Vereinen, Wissenschaft, Sport, Schule oder Verwaltung. Wir wollen uns vernetzen, voneinander lernen und uns gegenseitig stärken.
Programm:
Einlass ab 10h
11h Keynote zum Rechtsruck in Deutschland
Ein fundierter Blick auf das Erstarken der AfD, den Schutz von Kindern und Jugendlichen, die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln und die Frage, was das für unsere Demokratie bedeutet. Mit einem Grußwort von Werner Graf, Fraktionsvorsitzender.
12h Workshops:
Kinder und Jugendliche schützen
Der Rechtsruck ist auch in Berlin spürbar – und rechtsextreme Akteur*innen versuchen gezielt, Kinder und Jugendliche zu erreichen. Unser Auftrag ist klar: junge Menschen schützen und demokratische Räume stärken. Im Workshop sprechen wir darüber, wie Schule, Politik und Zivilgesellschaft gemeinsam handeln können. Denn klar ist: Die AfD als parlamentarischer Arm der extremen Rechten hat an Berliner Schulen nichts verloren.
Mit dabei: Klaudia Kachelrieß, GEW Berlin & Louis Krüger, Sprecher für Schulpolitik
Rechte Gewalt gegen queere Menschen
Queerfeindlichkeit ist Teil rechter Ideologie – und auch in der Regenbogenhauptstadt Berlin eine wachsende Bedrohung. Soweit, dass der Berliner Verfassungsschutzbericht ihr 2025 ein eigenes Kapitel gewidmet hat. Im Workshop diskutieren wir, wie wir queeres Leben, queere Einrichtungen und die CSDs in diesem Jahr gemeinsam besser schützen können. Was muss Politik tun, was brauchen Zivilgesellschaft und Community jetzt?
Mit dabei: Andreas Kemper, Autor der Studie ‚Antifeminismus in Berlin‘, Laura Neugebauer & Sebastian Walter, Sprecher*innen für Queerpolitik
Rechtsextreme entwaffnen
Die Bedrohung durch bewaffnete Rechtsextremist*innen nimmt auch in Berlin zu. Für uns ist klar: Verfassungsfeinde müssen konsequent entwaffnet und AfD-Mitglieder mit Waffenbesitz systematisch überprüft werden. Das ist entscheidend für die Sicherheit aller Berliner*innen. Im Workshop diskutieren wir die rechtliche Lage und wie Politik und Zivilgesellschaft jetzt gemeinsam handeln können.
Mit dabei: Ario Mirzaie, Sprecher für Strategien gegen Rechts
Demokratieförderung und Stärkung der Zivilgesellschaft
Das Erstarken rechtsextremer und rechtspopulistischer Kräfte fordert unsere Demokratie heraus. Die Berliner Zivilgesellschaft ist ihr Rückgrat und braucht verlässliche Strukturen statt unsicherer Projektförderung. Ein starkes Demokratiefördergesetz kann den Unterschied machen. Im Workshop diskutieren wir, wie eine solche Grundlage ausgestaltet werden muss, um demokratisches Engagement zu stärken und Rechtsextremismus wirksam zu begegnen.
Mit dabei: Gabi Stilla-Bowman, Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin & Susanna Kahlefeld, Sprecherin für Engagement und Beteiligung
13h Mittagspause mit AnsprechBar
Offener Austausch mit Initiativen und Projekten.
Mit dabei: Omas gegen Rechts, Berliner Register, Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin, Lokalgruppe Berlin AfD-Verbot jetzt!, Berlin gegen Nazis
14h Workshops:
Antifeminismus als Nährboden rechter Ideologie
Antifeminismus ist ein zentraler Bestandteil rechter Ideologien und eine wachsende Gefahr für Demokratie und Zusammenhalt – auch in Berlin. Die Studie „Antifeminismus in Berlin. Eine demokratiepolitische Herausforderung“ zeigt, wie eng antifeministische Akteur*innen und rechte Netzwerke zusammenwirken und gezielt Gleichstellung angreifen. Im Workshop diskutieren wir die Ergebnisse und die politisch notwendigen Konsequenzen, um feministische Strukturen in Berlin nachhaltig zu stärken.
Mit dabei: Andreas Kemper, Autor der Studie ‚Antifeminismus in Berlin‘ & Bahar Haghanipour, Sprecherin für Gleichstellung
Rechtsextremismus im Sport
Rechtsextreme Akteur*innen nutzen Sport gezielt zur Vernetzung, Rekrutierung und Machtdemonstration. Besonders im Kampfsport zeigen sich strukturelle Lücken, die demokratiefeindliche Einflussnahme begünstigen. Damit Sport in Berlin ein sicherer Ort für alle und gelebte Vielfalt bleibt, braucht es verbindliche Standards, Prävention und klare Regulierung. Im Workshop diskutieren wir, wie wir Rechtsextremismus im Sport wirksam verhindern können.
Mit dabei: Ario Mirzaie, Sprecher für Strategien gegen Rechts
Staatliche Resilienz und Verfassungstreue
Eine starke und unabhängige Justiz ist das Fundament eines wehrhaften Rechtsstaats und muss gegen verfassungsfeindliche Einflussnahme abgesichert werden. Denn staatliche Resilienz und Verfassungstreue sind zentrale Voraussetzungen, um Demokratie dauerhaft zu sichern. Im Workshop diskutieren wir, welche verfassungsrechtlichen Reformen dazu beitragen können, unsere Institutionen zu stärken und den Rechtsstaat wirksam vor Rechtsextremismus zu schützen.
Mit dabei: Emma Bruhn, Verfassungsblog, Dr. Florian Schärdel, Richter am Verfassungsgerichtshof Berlin & Petra Vandrey, Sprecherin für Rechtspolitik
Der Neukölln-Komplex
Rechtsextreme Gewalt in Neukölln ist kein Einzelfall, sondern Ausdruck organisierter Netzwerke und gezielter Einschüchterung. Die Anschlagsserie zeigt, wie demokratisch Engagierte ins Visier genommen wurden und der staatliche Schutz über viele Jahre versagte. Um Vertrauen wieder aufzubauen, braucht es konsequente Aufklärung. Im Workshop diskutieren wir den Stand des Untersuchungsausschusses und die notwendigen Konsequenzen.
Mit dabei: André Schulze, Mitglied im Untersuchungsausschuss Neukölln
15h Abschlusspanel: Wie geht es weiter mit dem AfD-Verbot?
Wir wollen verfassungsrechtliche, politische und gesellschaftliche Facetten eines möglichen AfD-Verbotsverfahrens diskutieren und klären: Wo steht das Land Berlin aktuell in der Debatte und was braucht es jetzt, um ein bundesweites AfD-Verbotsverfahren voran zu bringen?
Mit dabei: Dr. Hendrik Cremer, Deutsches Institut für Menschenrechte & Ario Mirzaie, Sprecher für Strategien gegen Rechts.
Moderation: Bahar Haghanipour, Vizepräsidentin des Abgeordnetenhauses von Berlin
16h Gemeinsamer Ausklang
Für uns ist klar:
Wir sind mehr! Gemeinsam können wir Rechtsextremismus wirksam bekämpfen.
Gemeinsam werden wir unsere demokratischen Strukturen stärken und diejenigen schützen diejenigen, die von Rechts angegriffen werden.
Damit Berlin Hauptstadt der Demokratie, Vielfalt und Freiheit bleibt!
Wir freuen uns über deine Teilnahme!








