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Grüne Positionen zu aktuellen Themen

Foto: Dixit Motiwala/Unsplash_CC0

Hier stellen wir kurz und prägnant grüne Positionen vor, die wir zu tagesaktuellen Themen äußern. Wer sich unsere Pressemitteilungen ansehen will, findet sie hier.

  • 26. November 2020

    Zur Übergangslösung für das Semesterticket

    Foto: Hoffotografen | Grüne Fraktion Berlin

    Antje Kapek und Silke Gebel, Fraktionsvorsitzend:
    „Wir sind sehr froh, dass es uns gelungen ist, kurzfristig eine gute Übergangslösung für das Semesterticket zu finden. Wir danken insbesondere unserer Verkehrssenatorin Regine Günther für ihren Einsatz. Der Preis wird vorerst auf dem aktuellen Niveau eingefroren - die dafür notwendigen Mittel haben wir im Nachtragshaushalt eingestellt. So werden die Studierenden, von denen viele von der Corona-Krise hart getroffen wurden, nicht noch zusätzlich finanziell belastet.

    Wir haben die Forderungen der Studierenden von Anfang an unterstützt und sprechen uns ausdrücklich für einen Fortbestand eines solidarisch finanzierten Semestertickets aus. Unser Ziel ist, dass auch das Azubi-Ticket solidarisch finanziert wird. Außerdem wollen wir mit Blick auf das schon heute teurere Semesterticket diese Gerechtigkeitslücke perspektivisch zugunsten der Betroffenen schließen. Daher unterstützen wir die Forderung der Studierenden."

  • 26. November 2020

    Zum Umgang mit dem Böllerverbot in Berlin

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Antje Kapek, MdA | Fraktionsvorsitzende | Grüne Fraktion Berlin

    Antje Kapek, Fraktionsvorsitzend:
    „Es ist ausgesprochen enttäuschend, dass die Ministerpräsidenten der Länder sich nicht auf ein bundesweites Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern verständigen konnten. Damit werden Großstädte im Regen stehen gelassen.

    Der Berliner Senat ist nun gefordert, eigene Anpassungen vorzunehmen. Sinnvoll wäre eine Ausweitung der bisherigen Verbotszonen, sowie eine Einschränkung der genehmigten Böller-Zeiten von sonst 22 Uhr abends bis sechs Uhr morgens auf nunmehr lediglich zwei Stunden: eine Stunde vor und eine Stunde nach Mitternacht (23 Uhr abends bis 1 Uhr morgen am 31.12-1.1.). Damit können Familien ihren Traditionen nachgehen, Ausartungen bis in die Morgenstunden können so aber eingedämmt werden.

    Ferner wäre es hilfreich, wenn der Einzelhandel freiwillig auf den Verkauf von Feuerwerkskörpern verzichten würde, wie es einige Händler bereits angekündigt haben."

  • 25. November 2020

    Zur Diskussion um ein Böllerverbot

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Antje Kapek, MdA | Fraktionsvorsitzende | Grüne Fraktion Berlin

    Antje Kapek, Fraktionsvorsitzend:
    „Es ist sehr bedauerlich, dass sich die MPK voraussichtlich nicht dem von uns geforderten Böllerverbot an Silvester anschließen möchte. Damit riskieren wir sehenden Auges eine Überforderung unseres Gesundheitssystems – also genau das, was wir in den letzten Monaten so intensiv zu verhindern versucht haben. Ich halte das für verantwortungslos.

    Es ist abstrus, dass ausgerechnet die Ministerpräsidenten der B-Länder, die Berlin und andere Großstädte gerne wegen ihrer hohen Corona-Fallzahlen an den Pranger stellen, uns in dieser Situation alleine lassen. Ein bundesweites Verbot von Feuerwerkskörpern würde nicht nur helfen, große Menschenansammlungen zu vermeiden, sondern auch zusätzliche Verletzte durch Feuerwerk verhindern und damit unsere Krankenhäuser entlasten.

    Wir fordern daher die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder und die Bundeskanzlerin auf, heute ein bundesweites Verkaufsverbot von privatem Feuerwerk zu beschließen!"

  • 12. November 2020

    Zur Unterbringung obdachloser Menschen in diesem Corona-Winter

    Foto: Erik Marquardt / Grüne Fraktion Berlin Fatoṣ Topaç, MdA | Sprecherin für Sozial- und Pflegepolitik | Grüne Fraktion Berlin

    Fatoş Topaç sozialpolitische Sprecherin:
    „Wir unterstützen den heute im Sozialausschuss geäußerten Vorschlag der Sozialsenatorin Elke Breitenbach, dass die Bezirke allen Menschen in der Kältehilfe in diesem Coronawinter eine Unterkunft nach dem Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetz anbieten können. Das bedeutet, dass obdachlose Menschen in einem bezirklichen Wohnheim oder in einem durch das Sozialamt angemieteten Hotel untergebracht werden. Das ist gerade in diesem Winter so wichtig, denn durch die Coronakrise sind zahlreiche Tagesangebote für obdachlose Menschen weggefallen oder mussten reduziert werden. Am Ende würden wir durch diese sinnvolle Notlösung sogar Kosten sparen. Langfristig setzen wir uns aber für eine Exitstrategie aus den Notsystemen hin zu echtem Wohnraum für obdachlose Menschen ein.“

  • 11. November 2020

    Zum heutigen Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs und des formalen Endes des deutschen Kolonialreichs

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Sebastian Walter, MdA | Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Sprecher für Antidiskriminierung und Queerpolitik, Sprecher für Haushalt | Grüne Fraktion Berlin

    Sebastian Walter, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Antidiskriminierung:
    „Heute jährt sich nicht nur das Ende des Ersten Weltkrieges, sondern auch das formale Ende des deutschen Kolonialreiches, in dessen Namen Verbrechen wie der Völkermord an den Herero und Nama im heutigen Namibia verübt wurden. Berlin war ein Dreh- und Angelpunkt des deutschen wie des europäischen Kolonialismus.

    Aktuelle Debatten um strukturellen Rassismus, rund um die M*Straße oder das Humboldtforum, verdeutlichen, wie sehr der Kolonialismus bis heute nachwirkt. Es sind Beispiele, die zeigen, wie wichtig Antidiskriminierungs- und Antirassismusarbeit, eine systematische Aufarbeitung des Kolonialismus, die Dekolonisierung von Kultur- und Bildungsinstitutionen sowie des öffentlichen Raums sind.

    Wir erwarten daher, dass der Senat die zivilgesellschaftlich getragene Koordinierungsstelle „Decolonize Berlin“ für die Erarbeitung von Maßnahmen mit allen Kräften unterstützt und bis zum Ende dieser Wahlperiode ein gesamtstädtisches postkoloniales Erinnerungskonzept vorlegt.“

  • 3. November 2020

    Zum Terroranschlag in Wien

    Antje Kapek und Silke Gebel, Fraktionsvorsitzende, und Bettina Jarasch, Sprecherin für Religionspolitik:

    „Wir sind fassungslos und bestürzt über den schrecklichen Anschlag in Wien und hoffen, dass die Situation schnellstmöglich unter Kontrolle kommt. Unser Mitgefühl gilt besonders den Opfern und ihren Angehörigen. Unser Dank den Einsatzkräften und allen, die sich in dieser Nacht solidarisch gezeigt und anderen geholfen haben.

    Ob Paris, Dresden, Nizza oder Wien - als Europäer*innen kämpfen wir zusammen gegen islamistischen Terror und verteidigen unsere Demokratie und unsere vielfältige Gesellschaft. Gemeinsam sind wir stärker als der Hass."

  • 31.10.2020

    Zur BER-Eröffnung

    Foto: Hoffotografen | Grüne Fraktion Berlin

    Antje Kapek und Silke Gebel, Fraktionsvorsitzende:

    "Der BER eröffnet! Daran hat so manch einer in den vergangenen Jahren wohl nicht mehr geglaubt. Herzlichen Glückwunsch allen, die das möglich gemacht haben!

    Die Eröffnung fällt allerdings in denkbar schwierige Zeiten. Die ohnehin schon äußerst angespannte Finanzsituation der Flughafengesellschaft wird durch die Corona-Krise nochmals verschärft. Und die Klimakrise zwingt alle Fluggesellschaften umzudenken. Mit Blick auf die Zukunft erwarten wir, dass die Flughafengesellschaft Öffentlichkeit und Parlament transparent über den Bilanzwert, die prognostizierten Entgelt-Einnahmen und den weiteren Finanzbedarf der Flughafengesellschaft aufklärt.

    Mit dem Start des Flugbetriebs am neuen Hauptstadtflughafen beginnt auch ein neues Kapitel für Tegel: Hier entsteht ein modernes Stadtquartier mit Holzbau-Wohnungen, Wissenschaft und viel Grün."

  • 29. Oktober 2020

    Zum heutigen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts gegen einen Eilantrag der Immobilienwirtschaft

    Foto: Erik Marquardt / Grüne Fraktion Berlin Katrin Schmidberger, MdA | Sprecherin für Wohnen und Mieten, Sprecherin für Tourismus | Grüne Fraktion Berlin

    Katrin Schmidberger, Sprecherin für Wohnen und Mieten:
    „Mit dem heutigen Beschluss sendet das Bundesverfassungsgericht ein positives Signal an die Mieter*innen der rund 340.000 Berliner Wohnungen, deren Mieten mehr als 20 Prozent über den Mietobergrenzen liegen. Damit werden ab Ende November viele Mieten auf ein faires und für die Berliner*innen tragbares Maß herabgesetzt. Für viele Betroffene bedeutet das eine immense Erleichterung, weil ihre Einkommen mit den Mieten schon lange nicht mehr mithalten können.

    Wir hoffen, dass sich auch der endgültige Gerichtsbeschluss zum Mietendeckel im kommenden Jahr diesem Urteil anschließt. Weil es dafür allerdings keine Garantie gibt, sollten alle betroffenen Mieter*innen das gesparte Geld bis zur finalen Entscheidung zur Sicherheit zurücklegen. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen steht jetzt in der Pflicht, für eine gute Umsetzung der Mietabsenkungen zu sorgen."

  • 28. Oktober 2020

    Zur heutigen Demonstration der Veranstaltungsbranche

    Foto: Erik Marquardt / Grüne Fraktion Berlin Nicole Ludwig, MdA | Sprecherin für Wirtschaft, Sprecherin für Sport | Grüne Fraktion Berlin

    Nicole Ludwig, wirtschaftspolitische Sprecherin:
    "Es ist verständlich und auch richtig, dass die Vertreter*innen der Veranstaltungsbranche heute wieder auf die Straße gehen. Denn voraussichtlich müssen sie zum Schutz der Gesellschaft erneut ihre Pforten schließen. Die betroffenen Unternehmer*innen und Angestellten, die Berlin so entscheidend prägen, brauchen endlich konkrete und effektive Wirtschaftshilfen von der Bundesregierung! Wesentlich für die Existenzsicherung vieler Kleinunternehmen ist hier die längst überfällige Übernahme eines Unternehmerlohns für Selbständige und Freie. Das ist auch eine Frage der Solidarität. Und eine Investition in unsere Zukunft: Die Pandemie werden wir irgendwann gemeinsam überwunden haben. Wir haben es jetzt in der Hand, dafür zu sorgen, dass es die Konzerthallen, Kinos und Theater, deren Besuch wir in dieser Zeit so sehr herbeisehnen, dann noch gibt."

  • 23. Oktober 2020

    Zum Urteil des Brandenburger Verfassungsgerichts gegen das Paritätsgesetz

    Foto: Hoffotografen | Grüne Fraktion Berlin

    Silke Gebel, Fraktionsvorsitzende:
    „Die Gerichtsentscheidung aus Brandenburg zeigt: Ein einfaches Gesetz reicht nicht aus, damit Frauen gleichbeteiligt an politischen Entscheidungen mitwirken können. Dieses in der Verfassung angelegte Recht muss klarer formuliert werden. Damit im Berliner Abgeordnetenhaus endlich mehr Frauen Politik machen, haben wir Grüne deshalb bereits vorgeschlagen, die im Grundgesetz verankerte Gleichberechtigung der Geschlechter in der Berliner Verfassung zu stärken. Dafür sollte folgender Passus analog zur Französischen Verfassung aufgenommen werden: ‚Es ist der gleiche Zugang von Frauen und Männern zu Wahlmandaten und Wahlämtern zu gewährleisten.’ Das Ziel ist klar: Mehr Frauen in die Parlamente!

    Solange die Parität noch nicht festgeschrieben ist, liegt es in der Verantwortung der Parteien, dafür zu sorgen. Wir als Grüne Fraktion gehen mit gutem Beispiel voran: Unser Frauenanteil im Abgeordnetenhaus liegt bei über 60 Prozent.“

  • 23. Oktober 2020

    Zur Ankündigung Vattenfalls, das Stromnetz an den Berliner Senat zu verkaufen

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Dr. Stefan Taschner, MdA | Sprecher für Energie und Tierschutz, Sprecher für Radverkehr | Grüne Fraktion Berlin

    Stefan Taschner, Sprecher für Energie:
    „Die überraschende Ankündigung Vattenfalls, das Stromnetz an das Land Berlin zu verkaufen ist zunächst eine gute Nachricht. Scheinbar rechnet sich der schwedische Konzern keine guten Chancen im weiteren Gerichtsverfahren aus. Damit kann unser Strom wieder Berliner werden. Zusammen mit den Berliner Stadtwerken wird der neue Netzbetreiber BerlinEnergie die Energiewende in Berlin noch stärker vorantreiben. Offen bleibt noch die Frage, zu welchen Preis Vattenfall das Stromnetz anbietet. Hier gab es in der Vergangenheit erheblich Unterschiede in den Preisvorstellungen. Grundlage muss der im Energiewirtschaftsgesetz festgehaltene Ertragswert sein. Dieser garantiert, dass Berlin keinen überhöhten Preis für das Stromnetz zahlt.“

  • 21. Oktober 2020

    Zu den Anschlägen auf das Kulturerbe der Berliner Museumsinsel

    Foto: Birte Zellentin / Grüne Fraktion Berlin Daniel Wesener, MdA | Parlamentarischer Geschäftsführer, Sprecher für Kultur, Haushalt und Finanzen | Grüne Fraktion Berlin

    Daniel Wesener, Sprecher für Kultur:
    „Die Anschläge auf das Kulturerbe der Berliner Museumsinsel am Tag der Deutschen Einheit müssen schnellstmöglich und umfassend aufgeklärt werden. Das betrifft die Hintergründe, Täter und den Tathergang, aber auch dem Umstand, dass die Öffentlichkeit erst zweieinhalb Wochen danach und nur infolge von Medienberichten von dem Vorfall erfährt.

    Letzteres wirft Fragen auf: Wieso wurden Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang mit rechtspopulistischen Verschwörungstheorien und den sonstigen Vorkommnissen am diesjährigen 3. Oktober nicht frühzeitig thematisiert? Weshalb wurden andere Berliner Kultureinrichtungen nicht in Kenntnis gesetzt und gewarnt, zumal die Verantwortlichen für den Übergriff bislang nicht ermittelt werden konnten? Und warum wurden seitens der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und ihrer Stiftungsratsvorsitzenden, Kulturstaatsministerin Grütters, weder die Öffentlichkeit noch die an der Stiftung beteiligten Bundesländer informiert?

    Als Berliner Grüne werden wir diesen und sonstigen Fragen im Abgeordnetenhaus und in den zuständigen parlamentarischen Fachausschüssen auf den Grund gehen."

  • 21. Oktober 2020

    Zum Volksbegehren der Initiative "Berlin autofrei"

    Antje Kapek Fraktionsvorsitzende, und Harald Moritz, verkehrspolitischer Sprecher:
    „Das geplante Volksbegehren der Initiative „Berlin autofrei“ zeigt, dass die Verkehrswende eine soziale Frage ist, die die Menschen bewegt. Sie haben ein Bedürfnis nach mehr Verkehrssicherheit, saubererer Luft und mehr Platz im öffentlichem Raum, der nicht von Autos blockiert wird. Wir verstehen und teilen dieses Bedürfnis und unterstützen Nachbarschaften bereits heute dabei, ihre Kieze autofrei umzubauen und damit sicherer und lebenswerter für Alt und Jung zu machen.

    Auch im Großen haben wir den Umbau zu einer lebenswerten Stadt für alle in dieser Legislatur begonnen: mit Rekordinvestitionen in den öffentlichen Nahverkehr, neuen Radwegen und Projekten wie der autofreien Friedrichstraße. Zur Wahrheit gehört aber auch: 70 Jahre autogerechte Stadtplanung werden in vier Jahren nicht umgekehrt. Wir verstehen die Forderungen der Initiative als Rückenwind und Ansporn dafür, die Verkehrswende weiter konsequent zu verfolgen.

    Dass die Zivilgesellschaft die parlamentarische Arbeit bereichert, hat nicht zuletzt der Fahrradvolksentscheid gezeigt, aus dem das Mobilitätsgesetz hervorgegangen ist, das dem Umweltverbund aus Bahn-, Bus-, Rad- und Fußverkehr deutschlandweit erstmalig Priorität einräumt.“

  • 21. Oktober 2020

    Zur geplanten Polizeistudie der Bundesregierung

    Sebastian Walter, Sprecher für Antidiskriminierung, und Benedikt Lux, innenpolitischer Sprecher:
    „Die von der Bundesregierung angekündigte Polizeistudie ist eine enttäuschende Mogelpackung. Sie geht über die in den letzten Wochen und Monaten bekannt gewordenen rassistischen und rechtsextremistischen Vorfälle bei der Polizei hinweg und übersieht die wichtigen gesellschaftlichen Diskussionen rund um die „Black Lives Matter“-Proteste oder die Kritik am Racial Profiling.

    Wir fordern daher für Berlin eine eigene wissenschaftliche Studie, die rassistische und rechtsextremistische Einstellungen und Praxen bei der Berliner Polizei untersucht. Sie soll außerdem Handlungsempfehlungen zur Förderung einer Kultur der Wertschätzung von Vielfalt entwickeln und das Verbot von Racial Profiling garantieren. Bei der Durchführung der Studie sollen auch die Perspektiven von Berliner*innen einbezogen werden, die potentiell von Rassismus betroffen sind."

  • 20. Oktober 2020

    Zum "Klimacheck" für Senatsbeschlüsse

    Silke Gebel, Fraktionsvorsitzende, und Georg Kössler, Sprecher für Klimaschutz:
    „Der heute vom Senat beschlossene „Klimacheck“ ist ein wichtiger Schritt zu mehr Klimaschutz. Denn angesichts der Klimakrise müssen politische Entscheidungen immer auch mit Blick auf ihre Auswirkungen aufs Klima getroffen werden. Der „Klimacheck“ schafft hierfür erstmals Transparenz und macht deutlich: Alle Senatsverwaltungen tragen Verantwortung. Wir erwarten, dass der „Klimacheck“ dazu führt, dass klimabelastende Beschlüsse wo immer möglich der Vergangenheit angehören und dass die Senatsverwaltungen künftig klimaverträglichere Entscheidungsalternativen zur Beschlussfassung vorlegen. Wir Grüne werden auf die Weiterentwicklung zu einem Klimavorbehalt drängen, der bei CO2-verursachenden Beschlüssen grundsätzlich klimafreundliche Alternativen einleitet."

    Hintergrund:
    Der "Klimacheck" verbirgt sich hinter den heute vom Senat beschlossenen Änderungen der Geschäftsordnung für die Berliner Verwaltung (GGO II). Vor dem Hintergrund der Klimanotlage sind verstärkte Anstrengungen für den Klimaschutz erforderlich. Der "Klimacheck" sieht vor, dass künftig in allen Senatsvorlagen die Auswirkungen auf den Klimaschutz darzulegen sind. Ziel ist es, die Transparenz der klimapolitischen Auswirkungen von Senatsbeschlüssen zu erhöhen und so zur Erreichung der Klima-schutzziele Berlins beizutragen.

  • 7. Oktober 2020

    Zur Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts, dass die Pop-up-Radwege vorerst bestehen bleiben dürfen

    Antje Kapek, Fraktionsvorsitzende und Stefan Taschner, Sprecher für Radverkehr:
    „Wir sind sehr froh über diesen Etappensieg für die Verkehrssicherheit! Die Pop-up-Radwege sind ein Segen für viele Tausend Radfahrerinnen und Radfahrer und der Beweis dafür, dass eine sichere Infrastruktur den Anteil des Radverkehrs deutlich erhöht. Diese Entscheidung macht Mut für die Verkehrswende. Um wirkliche Rechtssicherheit herzustellen, brauchen wir aber eine Änderung der Straßenverkehrsordnung, die Städten endlich mehr Spielraum gibt, um den Straßenraum gerechter zu verteilen, und so das Miteinander aller Verkehrsteilnehmer*innen sicherer zu machen.“

  • 7. Oktober 2020

    Zum Bericht des Kieler Bildungsforschers Olaf Köller zum Berliner Schulwesen

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Marianne Burkert-Eulitz, MdA | Sprecherin für Bildung, Sprecherin für Familie und Kinder | Grüne Fraktion Berlin

    Marianne Burkert-Eulitz, Sprecherin für Bildung:
    „Wir begrüßen den Bericht der Köller-Kommission. Ohne eine verbindliche Qualitätsstrategie wird das Berliner Schulsystem nicht verbessert werden können. Deshalb war uns Grünen das Thema Qualitätsentwicklung schon während der Koalitionsverhandlungen ein zentrales Anliegen. In Berlin gibt es viele gute Ansätze, um Schulen zu stärken. Doch die Ergebnisse der Köller-Kommission zeigen: Senatorin Sandra Scheeres hat noch einen ordentlichen Marathon bis zum Ende der Legislatur vor sich. Wir Grüne unterstützen zum Beispiel die Gründung eines Instituts für Schulentwicklung, das Ressourcen und Interdisziplinäres Fachwissen bündelt. Eltern müssen verstärkt von Anfang an in den Bildungsprozess ihrer Kinder eingebunden werden. Generell gilt: Verbindlichkeit und Passgenauigkeit von Qualitätsprozessen sind dringender denn je. Wir setzen darauf, dass sich die Bildungssenatorin jetzt schnell dieser Aufgabe stellt und gemeinsam mit den Akteuren im Bildungssystem eine Umsetzungsstrategie entwickelt.“

  • 1. Oktober 2020

    Zum Bericht über eine rechtsextreme Chatgruppe in der Berliner Polizei

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Antje Kapek, MdA | Fraktionsvorsitzende | Grüne Fraktion Berlin

    Antje Kapek, Fraktionsvorsitzende:
    „Die heute bekannt gewordene rechtsextreme Chatgruppe der Polizei Berlin ist ein weiterer Tiefpunkt in der Geschichte von Verstrickungen zwischen Sicherheitskräften und Rechtsextremen. Je mehr dieser Vorfälle ans Licht kommen, desto offenbarer wird, dass es sich dabei wohl nur um die Spitze des Eisbergs handelt. Das ist besonders erschreckend und frustrierend, weil wir Grüne schon lange fordern, rechtsextreme Strukturen in unseren Sicherheitsbehörden endlich konsequent aufzuklären und zu verfolgen. Doch bis heute ist zu wenig in diese Richtung unternommen worden.

    Menschenverachtung darf in der Polizei keinen Platz haben. Kurzfristig muss die Berliner Polizei jetzt alles daran setzen, die Tatverdächtigen zu ermitteln und die richtigen Konsequenzen für sie zu ziehen. Doch das ist nicht genug. Wir Grüne fordern den Innensenator auf, neben der angekündigten Studie zu Rechtsextremismus und Rassismus in der Polizei eine Innenrevision zu veranlassen, welche die Sicherheitsbehörden auf rechtsextreme Einstellungen prüft. Außerdem müssen verfassungsfeindliche Verstöße konsequent erfasst und dokumentiert werden. Vertrauen in die Polizei ist in einem Rechtsstaat essenziell. Aber Vertrauen braucht Aufklärung.“

  • 1. Oktober 2020

    Zur Betriebserlaubnis für den BER

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Harald Moritz, MdA | Verkehrspolitischer Sprecher, Sprecher für den Parlamentarischen Untersuchungsausschuss "BER II" | Grüne Fraktion Berlin

    Harald Moritz, verkehrspolitischer Sprecher:
    „Es ist eine gute Nachricht, dass das Terminal 1 des BER endlich für den Flugbetrieb freigeben wurde. Der Weg dorthin war mit acht Jahren Sanierung eines Neubaus und mit 3,1 Milliarden Euro Überschreitung des ursprünglich vorgesehenen Budgets steinig und kein Ruhmesblatt für die Flughafengesellschaft. Wir hoffen, dass die Inbetriebnahme des BER erfolgreich verläuft und keine wesentlichen technischen Probleme bei Hochlauf des Betriebs zu Tage treten. Gleiches ist auch hinsichtlich des wirtschaftlichen Betriebes des Flughafens zu wünschen. Leider ist die Flughafengesellschaft hier unserer wiederholten Forderung nach vollständiger Transparenz über ihre Finanzsituation noch immer nicht nachgekommen, so dass weiterhin einige Fragen zur Wirtschaftlichkeit offen sind."

  • 28. September 2020

    Zum Abschlussbericht der "BAO Fokus" zur rechtsextremen Anschlagsserie in Neukölln

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Benedikt Lux, MdA | Sprecher für Innenpolitik, Sprecher für Haushalt, Sprecher für den UA "Terroranschlag Breitscheidplatz" | Grüne Fraktion Berlin

    Benedikt Lux, innenpolitischer Sprecher:
    „Der vorgelegte, öffentliche Teil des Abschlussberichtes der „BAO Fokus“ zur rechtsextremen Anschlagsserie in Neukölln ist – trotz aller intensiver, anzuerkennender Arbeit – nicht geeignet, um das Vertrauen in die Sicherheitsbehörden bei der Verfolgung rechtsextremer Straftaten wiederherzustellen.

    Umso wichtiger sind weitere, unabhängige Ermittlungen: Die Sonderkommission des Senats ist dafür ein erster Schritt. Wir erwarten, dass dem Verdacht von Neonazi-Netzwerken in Berlin in Zukunft konsequenter nachgegangen wird als das bisher offensichtlich der Fall war. Mögliche Verbindungen von rechtsextremen Tatverdächtigen in die Berliner Polizei und rechtsextreme Netzwerke in der Polizei müssen – auch länderübergreifend – endlich mit Nachdruck verfolgt werden.

    Entscheidend ist, dass nun der Kontroll- und Verfolgungsdruck gegen Rechtsextreme erhöht wird, nicht nur in Neukölln. Auch bei vermeintlich kleineren Verstößen muss die Polizei Präsenz zeigen und Straftaten konsequenter verfolgen. Auch nach der heutigen Sitzung des Innenausschusses sind noch viele Fragen offen. Wir fordern daher eine Sondersitzung des Innenausschusses, um Fragen zum vertraulichen Teil des Berichts stellen zu können und somit weitere Aufklärung zu erzielen."

  • 25. September 2020

    Zu den neusten Erkenntnissen in der Serie rechtsextremer Straftaten in Neukölln

    Benedikt Lux, innenpolitischer Sprecher, und June Tomiak, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus:
    „Die Aussage eines Beschuldigten, es wüssten doch alle, wer die Autos anzünde, dokumentiert erneut, dass sich Neonazis in Berlin zu sicher fühlen. Schon die vor einigen Wochen bekannt gewordene Aussage, man müsse sich wegen eines ermittelnden Staatsanwalts keine Sorgen machen, war kaum zu fassen. Für die Opfer sind das weitere schlechte Nachrichten, Vertrauen in die Ermittlungen können sie so kaum haben. Umso wichtiger ist es, dass die Sonderermittlungen zu rechtsextremen Straftaten in Neukölln und möglichen Verstrickungen und Versäumnissen innerhalb der Sicherheitsbehörden nun schnell beginnen. Prioritär für uns Grüne ist, jedem einzelnen Verdacht auf rechtsextreme Netzwerke konsequent nachzugehen und auch mit anderen Bundesländern abzugleichen.

    Ermittlungserfolge kann man zwar nicht erzwingen, man muss aber die Anstrengungen erhöhen. Wir sind mit Blick auf die Vorstellung des Abschlussberichts der „BAO Fokus“ gespannt, welche Maßnahmen getroffen wurden, um rechtsextreme Straftaten konsequenter zu bekämpfen. Im Kampf gegen die Organisierte Kriminalität haben Polizei und Justiz Erfolge: Durch mehr Präsenz, mehr Kontrollen und die Vollstreckung offener Haftbefehle. Diese Strategie sollte für die Bekämpfung rechtsextremistischer Straftaten übernommen werden. Wir fordern außerdem, den sogenannten 360-Grad-Ansatz, bei dem auch für vermeintlich kleinere Delikte Ermittlungen und Kontrollen konsequent geführt werden, auf die Bekämpfung von Rechtsextremismus zu übertragen. Damit Neonazis sich in Berlin nicht mehr sicher fühlen."

  • 24. September 2020

    Zum Urteil des Kammerichts zum Berliner Stromnetz

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Dr. Stefan Taschner, MdA | Sprecher für Energie und Tierschutz, Sprecher für Radverkehr | Grüne Fraktion Berlin

    Stefan Taschner, Sprecher für Energie:
    „Die heute vom Berliner Kammergericht gestoppte Rekommunalisierung des Berliner Stromnetzes ist ein schwerer Schlag für die Energiewende. Jetzt gilt es, zunächst die schriftliche Urteilsbegründung abzuwarten. Am Ziel, das Stromnetz zurück in Berliner Hand zu holen, halten wir Grüne aber dennoch fest, da es ein wichtiger Schlüssel zur Erreichung unserer Klimaschutzziele ist. Das sehen auch viele Berlinerinnen und Berliner so: Vor fast genau sieben Jahren haben sich 600.000 von ihnen im Volksentscheid des Energietisches für eine Rekommunalisierung des Stromnetzes ausgesprochen. Wir setzen uns weiter dafür ein."

  • 23. September 2020

    Zur Ernennung von Wolfgang Wieland zum Ombudsmann des Landesamts für Einwanderung

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Bettina Jarasch, MdA | Sprecherin für Integration und Flucht, Sprecherin für Religion | Grüne Fraktion Berlin

    Bettina Jarasch, Sprecherin für Integration und Flucht:
    „Mit der Ernennung des ehemaligen grünen Bundestagsabgeordneten und Berliner Justizsenators Wolfgang Wieland zum unabhängigen Ombudsmann hat die Entwicklung der ehemaligen Ausländerbehörde zu einer echten Einwanderungsbehörde einen Quantensprung gemacht. Wir freuen uns sehr über diese gute Entscheidung und über Wolfgang Wielands Bereitschaft, diese Aufgabe zu übernehmen. Wolfgang Wieland hat als Politiker wie als Anwalt immer wieder die Erfahrung gemacht, wieviele strukturelle und gesetzliche Hürden Geflüchtete und Einwander*innen überwinden müssen, bis sie hierzulande wirklich ankommen können. Die Unabhängigkeit seines neuen Amtes ermöglicht ihm, nicht nur vielen einzelnen Menschen zu ihrem Recht zu verhelfen, sondern auch strukturell daran mitzuwirken, dass im Landesamt für Einwanderung umgesetzt wird, was die rot-rot-grüne Koalition sich vorgenommen hat: Integrationsmöglichkeiten voll auszuschöpfen und Berlin damit zu einer Stadt zu machen, in der Einwanderung als Gewinn für die Gesellschaft verstanden wird."

  • 18. September 2020

    Zu rechtsextremen Netzwerken in der Polizei und dem "NSU 2.0"

    Benedikt Lux, innenpolitischer Sprecher, und June Tomiak, Sprecherin für Verfassungsschutz und Strategien gegen Rechtsextremismus:
    "Die Sonderermittlungen müssen unverzüglich beginnen. Der Senat muss öffentlich erklären, aus welchem Grund Daten aus Polizeicomputern abgefragt wurden und ob es Verbindungen zu unter Rechtsextremismusverdacht stehenden Polizist*innen gibt. Weiterhin von Einzelfällen zu reden, ist bewusst naiv. Im Raum stehen vielmehr bundesweit agierende Netzwerke, die auch behördenübergreifend ermittelt werden müssen. Hierfür ist eine koordinierte Zusammenarbeit zwischen den Bundes- und Landesministerien für Inneres dringend erforderlich.

    Wir wollen über mögliche rechtsextreme Netzwerke in der Polizei endlich im Innenausschuss beraten, genauso wie über den lange angekündigten Sonderbericht zur rechtsextremen Brandserie in Neukölln. Wenn dies nicht in der kommenden Sitzung des Innenausschusses gelingt, werden wir auf eine Sondersitzung des Innenausschusses vor den Herbstferien dringen. Gerade weil die große Mehrheit der Polizist*innen jeden Tag wichtige Arbeit für den demokratischen Rechtsstaat leistet, müssen mögliche rechtsextreme Netzwerke konsequent aufgeklärt und verfolgt werden. Nur so kann verloren gegangenes Vertrauen wiederhergestellt werden."

  • 15. September 2020

    Zum ersten Berliner Demokratietag am 15. September 2020

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Dr. Susanna Kahlefeld, MdA | Sprecherin für Partizipation und Beteiligung, Sprecherin für Europa | Grüne Fraktion Berlin

    Susanna Kahlefeld, Sprecherin für Partizipation und Beteiligung:
    "Demokratie ist mehr als Wählen. Sie lebt davon, dass sich Menschen engagieren, sich frei äußern und an der Gestaltung der Stadt partizipieren können. Ich danke der Initiative Offene Gesellschaft und dem Migrationsrat für die Ausrichtung des ersten Berliner Demokratietages am 15. September. Digital und analog laden sie in allen Bezirken ein, mitzumachen, zuzuhören und Initiativen kennen zu lernen.

    Unsere Demokratie zu stärken, ist auch ein Ziel der rot-rot-grünen Koalition. Das neue Abstimmungsgesetz, das am Montag vom Innenausschuss beschlossen wurde, macht Volksentscheide transparenter und stärkt Initiativen. Das Zusammenspiel von direkter und repräsentativer Demokratie wird verbessert, wovon beide Seiten profitieren. Auch die Novellierung des Partizipations- und Integrationsgesetzes hin zu einem Partizipations- und Migrationsgesetz, das mit der Zivilgesellschaft erarbeitet wurde, bedeutet einen großen Fortschritt in der Beteiligung von Menschen ohne deutschen Pass sowie von Menschen, denen eine Migrationsgeschichte zugeschrieben wird und die Diskriminierung erfahren.“

    Alle Infos zum Demokratietag finden Sie hier: https://www.demokratietag.berlin/

  • 14. September 2020

    Zum Weggang des Antidiskriminierungsbeauftragten der Berliner Schulen

    Bettina Jarasch und Sebastian Walter:
    „Die bundesweit erste Einrichtung der Stelle einer Antidiskriminierungsbeauftragen für Schulen war mit großen Erwartungen von Schüler*innen und Eltern, Lehrkräften und der diskriminierungskritischen Zivilgesellschaft verbunden. Umso enttäuschender, dass es der Bildungsverwaltung erneut nicht gelungen ist, den Posten kontinuierlich zu besetzen. Dadurch ist viel Vertrauen verspielt worden. Antidiskriminierung ist niemals nur Einzelfallbetreuung, es geht dabei immer auch um strukturelle Veränderungen. Dafür braucht es Befugnisse, die den beiden bisherigen Beauftragen gefehlt haben. Wir fordern daher die Bildungsvewaltung auf, offen auf die Zivilgesellschaft zuzugehen und gemeinsam mit unabhängigen Expert*innen über das weitere Vorgehen sowie die Neubesetzung zu beraten. Zudem werden wir die Einrichtung einer unabhängigen Beschwerdestelle bei der künftigen Bürgerbeauftragten vorantreiben."

  • 11. September 2020

    Zur Verwendung der Bundesmittel aus dem Konjunkturpaket für den Ganztag

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Marianne Burkert-Eulitz, MdA | Sprecherin für Bildung, Sprecherin für Familie und Kinder | Grüne Fraktion Berlin

    Marianne Burkert-Eulitz, Sprecherin für Kinder, Familie und Bildung:
    "Angesichts der zu erwartenden rund 60 Millionen Euro, die Berlin aus dem Konjunkturpaket des Bundes für den Ausbau des Ganztags erhalten soll, schlagen wir Grüne vor, die Personalausstattung im Ganztag deutlich zu verbessern. Der aktuelle Personalschlüssel mit 22 Kindern pro pädagogischer Fachkraft lässt keine gute pädagogische Arbeit zu. Aufgrund der Ausbildungsoffensive an den Fachschulen sind in den kommenden Jahren ausreichend Fachkräfte zu erwarten. Deshalb sollte der Senat in den Verhandlungen mit dem Bund darauf hinwirken, die Bundesmittel für mehr Erzieher*innen an den Grundschulen zu verwenden. Die Chance, dieses Anliegen aus dem Koalitionsvertrag umzusetzen, sollte Berlin jetzt ergreifen – zum Wohle der Schülerinnen und Schüler und der Pädagoginnen und Pädagogen."

  • 11. September 2020

    Zum Tag der Wohnungslosen am 11. September

    Foto: Erik Marquardt / Grüne Fraktion Berlin Fatoṣ Topaç, MdA | Sprecherin für Sozial- und Pflegepolitik | Grüne Fraktion Berlin

    Fatoş Topaç, Sprecherin für Sozial- und Pflegepolitik:
    „Immer mehr Frauen und ihre Kinder sind von Wohnungs- und Obdachlosigkeit betroffen. Gleichzeitig stellen Wohnungs- und Obdachlosigkeit Frauen vor besondere Herausforderungen, weil sich die Hilfsangebote überwiegend an Männer richten. Wir brauchen daher dringend sichere und ganztägige Einrichtungen für obdachlose Frauen, auch über die Kältehilfesaison hinaus. Frauen mit Gewalterfahrungen und psychischen Belastungen dürfen nicht erneut in Gefahr gebracht werden. Dabei müssen wir so schnell wie möglich wegkommen von den bisherigen Schlafsälen und Massenunterkünften. Wie dringlich diese Forderungen sind, zeigt die Corona-Pandemie sehr deutlich.“

  • 10. September 2020

    Zu den Vorschlägen für eine verbesserte Schulreinigung

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Marianne Burkert-Eulitz, MdA | Sprecherin für Bildung, Sprecherin für Familie und Kinder | Grüne Fraktion Berlin

    Marianne Burkert-Eulitz, Sprecherin für Kinder, Familie und Bildung:
    „Gutes Lernen braucht gute Lernbedingungen – deswegen sind nur saubere Schulen gute Schulen. Das macht die Coronakrise umso deutlicher. Ich begrüße die Kampagne „Saubere Schulen“ des Bündnisses aus Schule in Not e.V., GEW, ver.di und IG BAU. Ihre Vorschläge für die Verbesserung der Schulreinigung haben wir bereits im Runden Tisch der Koalition zur Schulreinigung aufgegriffen. Auch wenn die Forderungen der Initiative sehr ambitioniert sind, wollen wir die Pilotprojekte zur Rekommunalisierung der Schulreinigung ermöglichen. Deshalb fordern wir den Senat und die Bezirke auf, die verwaltungstechnischen Voraussetzungen dafür zu entwickeln. Faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen sind uns wichtig, diese Bedingungen müssen sowohl bei kommunalen wie auch bei privaten Reinigungsfirmen gegeben sein und von Senat und Bezirken garantiert werden. Nur so werden Berliner Schulen nachhaltig sauber."

    Bei Rückfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung.

  • 29. August 2020

    Zum Start des Pilotprojekts autofreie Friedrichstraße

    Foto: Hoffotografen | Grüne Fraktion Berlin

    Antje Kapek & Silke Gebel, Fraktionsvorsitzende:
    „Wir freuen uns sehr, dass mit der autofreien Friedrichstraße die Verkehrswende in Berlin noch sichtbarer wird und auch eine Mehrheit der Händler*innen den Verkehrsversuch positiv bewertet. Denn Studien aus anderen Metropolen zeigen, dass in autofreien Flaniermeilen der Umsatz des Einzelhandels gestiegen ist. Wir sind optimistisch, dass eine Umgestaltung der Friedrichstraße, die zum Verweilen und Bummeln einlädt, einen entscheidenden Impuls zur Rettung der Geschäftsstraße gibt.

    Der Onlinehandel macht dem Einzelhandel schon lange zu schaffen. Es braucht Shoppingstraßen, die einen attraktiven Mehrwert aus Aufenthaltsqualität, Kulturangebot und Erlebnis bieten. Das Pilotprojekt Friedrichstrase könnte damit zur Blaupause für lebendige Berliner Geschäftsstraßen in Zeiten des wachsenden Onlinehandels werden.

    Ein nächster Schritt auf dem Weg zur Stadt für alle ist der Bereich Unter den Linden. Dafür wird die Verkehrsverwaltung im Herbst ein Konzept vorstellen, das Fuß-, Radverkehr und ÖPNV deutlich priorisiert."

  • 27. August 2020

    Zum Urteil des Bundesarbeitsgericht gegen das Berliner Kopftuchverbot

    Bettina Jarasch, Sprecherin für Religionspolitik, und Sebastian Walter, Sprecher für Antidiskriminierung:
    „Endlich liegt eine höchstrichterliche Entscheidung über das Berliner Neutralitätsgesetz vor. Wir begrüßen das heutige Urteil des Bundesarbeitsgerichts ausdrücklich.

    Die Religionsfreiheit und das Gleichbehandlungsgebot sind verfassungsrechtlich verbriefte Rechte. Die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts weist darauf hin, dass das Land Berlin diese nicht hinreichend schützt. Wir werden das Urteil in der Koalition beraten. Zu prüfen wird sein, ob das Neutralitätsgesetz in seiner bestehenden Form überhaupt aufrechterhalten werden kann. Aus antidiskriminierungspolitischer Sicht ist eine Novellierung ohnehin geboten. Wir stehen zum Neutralitätsgebot, gingen und gehen aber davon aus, dass auch kopftuchtragende Lehrerinnen dieses erfüllen.

    Berliner Schulen sind Orte, an denen Kinder spielend lernen, mit Vielfalt und Differenz umzugehen und ein Verständnis für Egalität zu entwickeln. Dazu trägt ein diverses Kollegium, zu dem auch Lehrerinnen mit Kopftuch gehören, bei. Wenn wir hingegen die gesellschaftlichen Realitäten in Schulen nicht abbilden, werden sie auch zukünftig in der Gesamtgesellschaft keine Akzeptanz finden."

  • 21. August 2020

    Zur Entscheidung der Bezirksverordnetenversammlung Mitte zur Umbenennung der Mohrenstraße

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Antje Kapek, MdA | Fraktionsvorsitzende | Grüne Fraktion Berlin

    Antje Kapek, Fraktionsvorsitzende:
    „Der Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Mitte, die Mohrenstraße in Anton-Wilhelm-Amo Straße umzubenennen, ist eine großartige Nachricht und ein wichtiger Schritt für Berlin. Ich freue mich über die schnelle Entscheidung und danke allen Aktivist*innen für ihr jahrelanges Engagement und den Bezirkspolitiker*innen für ihr mutiges Votum. Wir wollen in Berlin keine Straßennamen, die Menschen rassistisch diskriminieren. Mit dem neuen Namen, der an den ersten bekannten Philosophen und Rechtswissenschaftler afrikanischer Herkunft in Deutschland Anton Wilhelm Amo erinnert, bleibt die Geschichte des Kolonialismus sichtbar, ohne Rassismus zu reproduzieren. Die Umbenennung ist aber nur ein Schritt auf dem Weg zu einer umfassenden Aufarbeitung des deutschen Kolonialismus im Straßenbild der Hauptstadt."

  • 19. August 2020

    Zum mutmaßlichen Anschlag auf der A100

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Antje Kapek, MdA | Fraktionsvorsitzende | Grüne Fraktion Berlin

    Antje Kapek, Fraktionsvorsitzende:
    „Ich bin tief bestürzt über den gestrigen Anschlag auf der A100. Ich danke allen Einsatzkräften für ihre engagierte Arbeit in einer Ausnahmesituation und wünsche den Verletzten eine schnelle Genesung. Meine Gedanken sind bei ihnen und ihren Familien. Jetzt geht es darum, den Vorfall und das Motiv des mutmaßlichen Täters schnell und umfassend aufzuklären und daraus Lehren für die Zukunft zu ziehen.“

  • 18. August 2020

    Zu 3000 Tagen Nicht-Eröffnung des BER und der Finanzsituation der FBB

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Harald Moritz, MdA | Verkehrspolitischer Sprecher, Sprecher für den Parlamentarischen Untersuchungsausschuss "BER II" | Grüne Fraktion Berlin

    Harald Moritz, verkehrspolitischer Sprecher:
    „3000 Tage Nicht-Eröffnung des BER – das ist die Geschichte von über acht Jahren Sanierung dessen, was einst der modernste Flughafen Europas sein sollte. 3000 Tage Nicht-Eröffnung des BER ist eine Geschichte von Fehleinschätzungen und Kommunikationsdefiziten und die eines Anstiegs der Kosten von 2,4 Milliarden auf über 6 Milliarden Euro – alles zu Lasten der Steuerzahler*innen, die der Flughafengesellschaft gut zwei Milliarden Euro geschenkt beziehungsweise (noch) geliehen haben und für weitere Kredite in Höhe von 3,5 Milliarden Euro zu 100 Prozent bürgen.

    Immerhin: Am Tag 3073 nach Nicht-Eröffnung ist es hoffentlich endlich geschafft: Der BER eröffnet. Ende gut, alles gut? Nicht ganz. Die Airlines freuen sich über einen neuen, trotz der exorbitanten Bau- und Sanierungskosten billigen Flughafen und die Steuerzahler*innen sollen weitere Kredite geben und für neue bürgen. Bleibt zu hoffen, dass nach weiteren 3000 Tagen auch die Finanzen der Flughafengesellschaft saniert sind und damit auch das Monster der Unwirtschaftlichkeit bezwungen ist."

  • 17. August 2020

    Zum neuen Senator für Stadtentwicklung und Wohnen

    Foto: Hoffotografen | Grüne Fraktion Berlin

    Antje Kapek und Silke Gebel, Fraktionsvorsitzende:
    „Wir gratulieren Sebastian Scheel zur Nominierung als neuer Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. Er steht für Kontinuität im Senat, die es möglich macht, die noch anstehenden Herausforderungen energisch anzugehen. Wir erwarten, dass die Neuausrichtung der Wohnungspolitik hin zu einem gemeinwohlorientierten Wohnungsmarkt und die Kooperation mit der MieterInnenbewegung bestehen bleiben und gestärkt werden. So benötigen wir noch mehr Personal zur Umsetzung des Berliner Mietendeckel, der Genossenschaftsdialog muss wieder aufgenommen werden, gerade in der Coronakrise müssen Gesetze zum Mieterschutz nachgebessert werden und die Bezirke brauchen noch mehr Unterstützung bei der Wahrnehmung des Vorkaufsrechts. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und werden den neuen Senator gerne unterstützen.“

  • 13. August 2020

    Zur heutigen Berichterstattung über einen jungen Afghanen, der abgeschoben wurde, obwohl er Opfer eines rassistischen Überfalls u.a durch einen Polizisten war, und obwohl er noch Nebenkläger im laufenden Prozess ist

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Bettina Jarasch, MdA | Sprecherin für Integration und Flucht, Sprecherin für Religion | Grüne Fraktion Berlin

    Bettina Jarasch, Sprecherin für Integration und Flucht:
    „Rassistische Straftaten müssen konsequent aufgeklärt werden. Deswegen hat die Koalition bereits 2017 beschlossen, dass Opfer dieser Straftaten nicht abgeschoben werden dürfen. Es darf nicht mal der Hauch eines Verdachts entstehen, dass der Staat oder die Politik Ermittlungen oder Strafverfahren behindern will. Das gilt umso mehr, wenn unter den Angeklagten ein Polizist ist, der noch dazu offenbar in der rechtsextremen Anschlagsserie in Neukölln ermitteln sollte. Das Opfer, das auch als Nebenkläger im Prozess aufgetreten ist, muss deshalb unverzüglich wieder nach Berlin geholt werden, damit es seine Rechte im Prozess wahrnehmen kann. Es muss geklärt werden, wie es sein konnte, dass die Entscheidung getroffen wurde, den jungen Afghanen abzuschieben, obwohl ein Strafverfahren wegen des rassistischen Übergriffs auf ihn läuft. In einer Migrationsgesellschaft ist es für das Vertrauen der Bürger*innen in den Rechtsstaat zentral, dass gerade bei rassistischen Übergriffen umfassend aufgeklärt wird, dass Täter*innen verurteilt und Opfer geschützt werden."

  • 13. August 2020

    Zur neuen Entgeltordnung am BER

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Harald Moritz, MdA | Verkehrspolitischer Sprecher, Sprecher für den Parlamentarischen Untersuchungsausschuss "BER II" | Grüne Fraktion Berlin

    Harald Moritz, verkehrspolitischer Sprecher:
    „Die Flughafengesellschaft handelt gegenüber dem Parlament nach dem Motto: „Zahlen dürft ihr, aber zu melden habt ihr nichts.“ Das ist eine Verkennung der Rolle von uns Parlamentariern. Die FBB ignoriert mit der neuen Entgeltordnung unseren Beschluss als Haushaltsgesetzgeber, in dem sie die wesentlichen Entgeltanteile (Passagier-, Start- und Landeentgelt) nicht an die gestiegenen Kosten angepasst hat und die verkehrsfördernden Konditionen ausweitet, anstatt diese zu begrenzen. Daher zweifeln wir stark daran, dass die Flughafenentgelte zu einem positiven wirtschaftlichen Ergebnis beitragen.“

    Hintergrund:
    Die neue Entgeltordnung für die Flughafenentgelte sieht umfangreiche Rabatte auch für Inlandsflüge vor, obwohl das Abgeordnetenhaus von Berlin am 26.09.2019 beschlossen hat (Drs. 2019/47/31), dass verkehrsfördernde Konditionen auf neue Langstreckenverbindungen begrenzt werden sollen und die Entgeltsätze an die tatsächlich entstandenen Aufwendungen für den Flugbetriebsanteil anzupassen sind. Gleichzeitig bleibt unklar, wie die FBB mit dieser Entgeltordnung auf die versprochene Erhöhung der Erlöse von bis zu 70 Prozent kommen will.

  • 6. August 2020

    Zum Cannabismodellprojekt und der Hanfparade am 8. August

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Catherina Pieroth-Manelli, MdA | Sprecherin für Gesundheitspolitik, Sprecherin für Drogenpolitik, Sprecherin für Wissenschaft| Grüne Fraktion Berlin

    Catherina Pieroth, Sprecherin für Drogenpolitik:
    „Vor genau vier Monaten hat Berlin Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zum Cannabismodellprojekt eingereicht. Das BfArM sollte dem Widerspruch nun schnell stattgeben, damit wir in Berlin zügig das Modellprojekt zur Cannabis-Abgabe starten können. Für uns hat evidenzbasierte Gesundheitspolitik für das Gemeinwohl höchste Relevanz. Das Projekt ist wichtig und notwendig, um durch eine intensive Begleitforschung den tatsächlichen Umfang des Cannabis-Konsums, das Konsumverhalten sowie spezifische Charakteristika der Verbrauchergruppe zu erfassen und wissenschaftlich auswerten zu können. Erst auf Grundlage wissenschaftlich gewonnener Erkenntnisse wird die Entwicklung einer zielgenauen Strategie für den künftigen gesundheitspolitischen Umgang mit Cannabis möglich."

  • 5. August 2020

    Zu Geisels Elf-Punkte-Plan gegen Rechtsextremismus in der Berliner Polizei

    June Tomiak, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus, und Benedikt Lux, Sprecher für Inneres:
    "Wir begrüßen das vom Innensenator vorgestellte "Konzept zur Vorbeugung und Bekämpfung von möglichen extremistischen Tendenzen". Berlin braucht eine demokratische Polizei. Es gab zu viele Vorkommnisse, die daran zweifeln ließen. Bereits vor einem Jahr haben wir deshalb mit einem 5-Punkte-Plan eine stärkere Bekämpfung rechtsextremistischer Vorfälle in der Berliner Polizei eingefordert. Ein Teil unserer Forderungen wird nun umgesetzt. Entscheidend wird sein, dass die vielen demokratischen Polizist*innen aktiver gegen mögliche extremistische Tendenzen eintreten.
    Wir begrüßen, dass die lange von uns geforderte Studie zu rechtsextremen Einstellungen kommt; über die Ausgestaltung wird noch zu sprechen sein. Anonyme Hinweismöglichkeiten sind ebenfalls sinnvoll, diese haben sich auch in anderen Bereichen bewährt. Verdachtsfälle besser zu erfassen ist auch geboten. Zur Rolle des Verfassungsschutzes haben wir noch Klärungsbedarf."

  • 5. August 2020

    Zum Start der S-Bahn-Ausschreibung

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Harald Moritz, MdA | Verkehrspolitischer Sprecher, Sprecher für den Parlamentarischen Untersuchungsausschuss "BER II" | Grüne Fraktion Berlin

    Harald Moritz, verkehrspolitischer Sprecher:
    "Endlich startet die S-Bahn-Ausschreibung zur Beschaffung neuer und zusätzlicher Züge und für den Betrieb auf den Teilnetzen Nord-Süd und Stadtbahn. Diese Ausschreibung ermöglicht es erstmals, mehr S-Bahnverkehr in guter Qualität zu fairen Preisen zu bestellen. Damit stärken wir den ÖPNV in Berlin, sodass sich alle Berliner*innen auf bessere Angebote freuen können. Wenn mehr Personen vom Auto umsteigen, ist das nicht nur gut fürs Klima. Auch auf den Straßen bleibt mehr Platz für alle, die auf ein Auto angewiesen sind. Selbstverständlich achten wir mit der Ausschreibung auch auf die Interessen der S-Bahner*innen."

  • 4. August 2020

    Zum heutigen Senatsbeschluss für ein "Rahmenkonzept gegen diskriminierende und sexistische Werbung“

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Sebastian Walter und Anja Kofbinger, MdA |  Grüne Fraktion Berlin

    Anja Kofbinger, Sprecherin für Frauenpolitik, und Sebastian Walter, Sprecher für Antidiskriminierungspolitik:
    „Mit dem heutigen Beschluss baut Berlin – nach der Verabschiedung des Landesantidiskriminierungsgesetzes – den Schutz vor Diskriminierung weiter wirkungsvoll aus. Damit geht die Hauptstadt bundesweit erneut als Vorreiterin voran! Wir teilen die Überzeugung: Diskriminierung und Sexismus dürfen nicht die Grundlage für das Marketing von Waren und Dienstleistungen sein. Und erst Recht haben Diskriminierung und Sexismus im öffentlichen Raum nichts verloren.
    Daher begrüßen wir die Einrichtung einer Expert*innen-Jury, an die entsprechende Werbung gemeldet werden kann, die eine fachliche Prüfung vornimmt und Handlungsempfehlungen ausspricht. Wir erwarten, dass im Zweifelsfall Werbung abgehängt werden muss.“

  • 31. Juli 2020

    Zur Forderung von Studierenden nach einem 365-Euro-Semesterticket

    Harald Moritz, verkehrspolitischer Sprecher, und Eva Marie Plonske, wissenschaftspolitische Sprecherin:
    „Wir sprechen uns ausdrücklich für ein solidarisch finanziertes Semesterticket aus. Unser Ziel ist, dass auch das Azubi-Ticket solidarisch finanziert wird. Bis das möglich ist, darf es aber keine Gerechtigkeitslücke zwischen dem verbundweit gültigen 365-Euro-Azubi-Ticket und dem heute schon teureren Semesterticket geben (388 Euro, gültig nur im ABC-Bereich). Daher unterstützen wir die Forderung der Studierenden, diese Gerechtigkeitslücke zu schließen. Das Semesterticket darf nicht mehr kosten als das Azubi-Ticket. Über gegebenenfalls entstehende Einnahmeausfälle muss mit den Ländern verhandelt werden.“

  • 30. Juli 2020

    Zur IT-Sicherheit bei den Berliner Wasserbetrieben

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Stefan Ziller, MdA | Stellvertredender Fraktionsvorsitzender, Sprecher für Digitales und Verwaltungsmodernisierung, Sprecher für Armutsbekämpfung, Sprecher für Haushalt | Grüne Fraktion Berlin

    Stefan Ziller, Sprecher für Digitales und Verwaltungsmodernisierung:
    „Die politische Debatte über die IT-Sicherheit der Berliner Wasserbetriebe zeugt von fehlendem Verständnis der Bedrohungslage. Es ist gut, wenn Unternehmen proaktiv und immer mal wieder Externe nach neuen und aktuellen Sicherheitslücken suchen lassen. Die wichtige Aufgabe ist, diese dann schnell abzustellen, was die Wasserbetriebe gerade tun. Es sollten mehr Unternehmen und gerne auch öffentliche Verwaltungen und Bezirksämter ihre IT proaktiv nach Sicherheitslücken durchsuchen lassen. Bug-Bounty-Programme, die wir in unserem IT-Sicherheitspapier vorschlagen, wären ein weiteres geeignetes Instrument, um die IT-Sicherheit zu verbessern. Die öffentliche Skandalisierung eines solchen Vorgehens ist leider der falsche Weg. Jede Sicherheitslücke, die in einem solchen Test gefunden wird, ist eine, die Kriminellen später nicht mehr zur Verfügung steht."

  • 24. Juli 2020

    Zum CSD 2020

    Anja Kofbinger und Sebastian Walter, queerpolitische Sprecher*innen:
    „Die Corona-Pandemie und ihre Folgen haben die queere Community in unserer Stadt besonders hart getroffen. Wir setzen uns dafür ein, dass die queere Infrastruktur – ob Beratungsprojekte oder Clubs – die Krise gut übersteht. Rechtspopulisten, egal ob in Deutschland oder in unserem Nachbarland Polen, nutzen die Situation aus, um die mühsam erkämpften Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans-, intergeschlechtlichen und queeren Menschen (LSBTIQ*) in Frage zu stellen oder gar ganz abzuwickeln. Dem stellen wir uns von Berlin aus entschieden entgegen. Doch auch in unserer Stadt hat die Gewalt gegen lesbische Frauen zuletzt leicht zugenommen. Das verurteilen wir scharf. Auch wenn der CSD 2020 krisenbedingt nur in kleinem Rahmen und digital stattfinden kann, gibt es also viele gute Gründe, coronakonform auf die Straße zu gehen. Wir rufen dazu auf, am Samstag laut und sichtbar für queere Rechte einzutreten und sich gemeinsam mit uns dem Dyke*March anzuschließen! In diesem Jahr gilt dabei ganz besonders, auch die Ausgrenzungen und Rassismen in den eigenen Reihen der LSBTIQ*-Community zu thematisieren, denn #blacklivesmatter!

    Egal, wie in diesem Jahr demonstriert und gefeiert wird, ob virtuell oder auf der Straße: Wir wünschen von Herzen einen Happy Pride 2020!"

  • 24. Juli 2020

    Zur Ankunft einer syrischen Familie aus einem griechischen Flüchtlingslager in Berlin

    Foto: Hoffotografen | Grüne Fraktion Berlin

    Silke Gebel, Fraktionsvorsitzende:
    „Ich freue mich sehr, dass wir heute eine syrische Familie aus einem griechischen Flüchtlingslager in Berlin willkommen heißen. Unsere politischen Anstrengungen haben sich für jeden Menschen, den wir aus diesen unwürdigen Bedingungen befreien können, gelohnt. Niemand sollte so leben müssen wie in den völlig überfüllten Lagern. Solange die EU keine große Lösung für den solidarischen Umgang mit Geflüchteten findet, sind wir auf aufnahmewillige Bundesländer und Kommunen angewiesen. Berlin ist ein sicherer Hafen. Ich bin froh, dass bis Ende August noch viele weitere Geflüchtete aus den Camps in unsere Stadt kommen. Trotzdem muss Berlin weiter Druck auf Bundesinnenminister Seehofer ausüben: Denn mit der von Rot-Rot-Grün beschlossenen Landesaufnahmeanordnung wollen wir 300 besonders Schutzbedürftige in Berlin aufnehmen. Diese Zahl ist noch nicht erreicht.“

  • 22. Juli 2020

    Zur Bertelsmann-Studie über Kinderarmut in Deutschland

    Foto: Hoffotografen | Grüne Fraktion Berlin

    Silke Gebel, Fraktionsvorsitzende:
    „Für ein reiches Land wie Deutschland ist es ein Armutszeugnis, dass mehr als jedes fünfte Kind hier in Armut aufwächst. In Berlin geht die Kinderarmut seit 2014 zurück, trotzdem sind die Zahlen weiterhin alarmierend und ein Auftrag an uns Politiker*innen, nicht nachzulassen und weiter dafür zu kämpfen, dass Kinder nicht in Armut aufwachsen. Chancengleichheit für die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft herzustellen, muss das gemeinsame politische Ziel aller sein. Doch die Coronakrise verschärft die Situation für viele Familien noch weiter. Es ist offensichtlich, dass die bisherigen Instrumente nicht ausreichend greifen.

    Deshalb fordere ich einen Sondergipfel Kinderarmut, bei dem die Familienminister*innen der Länder eine überfällige Gesamtstrategie gegen Kinderarmut beraten. Wir Grüne setzen uns auf Bundesebene für eine Kindergrundsicherung ein – diese muss endlich kommen! Auf Landesebene haben wir ein Familienfördergesetz auf den Weg gebracht. Das sieht Familienservicebüros in allen Bezirken vor, in denen Familien beraten werden und alle Leistungen, die ihnen zustehen, gebündelt beantragen können. Finanzielle Armut geht oft mit Bildungsarmut einher. Deshalb erwarte ich, dass alles getan wird, um eine erneute Schließung von Schulen und Kitas aufgrund der Coronakrise zu verhindern. Wir dürfen als Gesellschaft kein Kind zurücklassen.“

  • 22. Juli 2020

    Zur Volksinitiative Klimabürger:innenrat Berlin

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Georg P. Kössler, MdA | Sprecher für Klima- und Umweltschutz, Eine-Welt-Politik und Clubkultur | Grüne Fraktion Berlin

    Georg Kössler, Sprecher für Klimaschutz:
    „Ich danke den Initiator*innen von „Klimaneustart Berlin“, ihre Initiative kommt genau zur richtigen Zeit. Das breite zivilgesellschaftliche Engagement für mehr Klimaschutz ist für uns Grüne Rückenwind und Ansporn zugleich. Das Mobilitätsgesetz und das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK) sind nur zwei Beispiele dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Um wissenschaftlich fundiert zu beurteilen, welche Maßnahmen wir außerdem brauchen, um als Land Berlin die Klimaziele von Paris einzuhalten, haben wir eine Studie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse wir dann in konkrete Politik übersetzen werden. Die Debatte über einen Klimabürger*innenrat, wie von der Initiative „Klimaneustart Berlin“ gefordert, werden wir auch in der Koalition führen. Dessen Einsetzung in Frankreich hat gezeigt, dass gesellschaftliche Mitbestimmung die Akzeptanz von Klimaschutzmaßnahmen erhöht. Das ist auch für Berlin entscheidend.“

  • 21. Juli 2020

    Zur psychosozialen Versorgung geflüchteter Menschen

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Bettina Jarasch, MdA | Sprecherin für Integration und Flucht, Sprecherin für Religion | Grüne Fraktion Berlin

    Bettina Jarasch, Sprecherin für Integration und Flucht:
    „Eine Migrationsgesellschaft muss alle ihre Strukturen und Angebote so aufstellen, dass sie mehrsprachig verfügbar sind und dort kultursensibles Personal arbeitet. Gut, dass der Senat die psychosoziale Versorgung Geflüchteter zum Anlass nimmt, um das gesundheitliche Versorgungssystem zu öffnen und interkulturell aufzustellen. Von der „bestmöglichen Versorgung“, wie sie die Gesundheitssenatorin behauptet, sind wir allerdings weit entfernt. Nach wie vor wird die Sprachmittlung für therapeutische Behandlung von den Krankenkassen nicht übernommen, der Gemeindedolmetschdienst ist bei weitem nicht in der Lage, den Bedarf zu decken, die Kosten für Sprachmittlung werden immer noch nicht unbürokratisch erstattet. Wir brauchen ein Landesprogramm, das es allen staatlichen Stellen, aber auch Ärzten und Krankenhäusern ermöglicht, kostenlos auf Telefon- oder Videosprachmittlung zuzugreifen. Die Gelder dafür haben wir im Doppelhaushalt verankert.“

  • 21. Juli 2020

    Zur Änderung des Wohnraumgesetzes für den Sozialen Wohnungsbau

    Foto: Erik Marquardt / Grüne Fraktion Berlin Katrin Schmidberger, MdA | Sprecherin für Wohnen und Mieten, Sprecherin für Tourismus | Grüne Fraktion Berlin

    Katrin Schmidberger, Sprecherin für Wohnen und Mieten:
    „Der Senat hat heute beschlossen, einen Gesetzentwurf in das Abgeordnetenhaus einzubringen, mit dem das für den Berliner Sozialen Wohnungsbau geltende Wohnraumgesetz ein zweites Mal in dieser Legislaturperiode geändert werden soll. Die Erfahrung lehrt, dass man Risiken und Nebenwirkungen von neuen Regelungen im Sozialen Wohnungsbau ganz genau unter die Lupe nehmen muss, bevor diese beschlossen werden können. Nach erster Einschätzung wird der vom Senat beschlossene Gesetzentwurf den von der Koalition gesteckten sozial- und wohnungspolitischen Ziele nicht gerecht und muss daher im parlamentarischen Verfahren überarbeitet werden.

    Die nicht zu rechtfertigenden sogenannten Entschuldungsgewinne, die seit Jahren für hohe Mieten sorgen, müssen für alle Sozialwohnungen – also insbesondere auch für die Wohnungen ohne Anschlussförderung –rechtssicher verboten werden. Gleichzeitig dürfen keine neuen Mieterhöhungstatbestände geschaffen werden, die die Einführung einer neuen Objektförderung nach sich ziehen würden, so wie im Koalitionsvertrag auch vereinbart. Außerdem müssen die Informationsrechte der Mieter*innen deutlich gestärkt werden und Mietforderungen zukünftig von unabhängiger Seite auf ihre Zulässigkeit hin überprüft werden können. Für entsprechende Änderungen werden wir uns im parlamentarischen Verfahren einsetzen.“

  • 20. Juli 2020

    Zum Vorstoß aus Niedersachsen, eine länderübergreifende Polizei-Studie zu Rassismus durchzuführen

    Sebastian Walter, Sprecher für Antidiskriminierung, und Benedikt Lux, innenpolitischer Sprecher:
    „Eine unabhängige Studie zu rassistischen Einstellungen, Strukturen und Praktiken bei der Polizei wie Racial Profiling ist überfällig und dringend geboten. Bundesinnenminister Seehofer betreibt mit seinem Rückzieher Realitätsverweigerung. Ein Glück, dass es ihn für die Beauftragung und Durchführung einer solchen Studie nicht braucht. Wir begrüßen daher den Vorstoß des niedersächsischen Innenministers Boris Pistorius für eine Studie auf Länderebene ausdrücklich. Berlin sollte sich dieser Initiative rasch anschließen. Sie stellt eine sinnvolle Ergänzung zum jüngst vom Parlament beschlossenen Landesantidiskriminierungsgesetz dar.

    Gerade im Hinblick auf die immer wieder von zivilgesellschaftlichen Organisationen geäußerte Kritik an verdachtsunabhängigen Kontrollen an sogenannten „Kriminalitätsbelasteten Orten“ versprechen wir uns viel von einer wissenschaftlichen Untersuchung und externen Handlungsempfehlungen. Im Zuge einer solchen Studie sollten auch Maßnahmen entwickelt und überprüft werden, die zu mehr Transparenz von polizeilichem Handeln an diesen Orten führen.“

  • 16. Juli 2020

    Zum Urteil über das Mietenstopp-Begehren in Bayern

    Foto: Erik Marquardt / Grüne Fraktion Berlin Katrin Schmidberger, MdA | Sprecherin für Wohnen und Mieten, Sprecherin für Tourismus | Grüne Fraktion Berlin

    Katrin Schmidberger, Sprecherin für Wohnen und Mieten:
    „Es mag sein, dass das Bayerische Verfassungsgericht einen Mietenstopp als Landesgesetz nicht anerkennt, jedoch lässt das Urteil keinerlei Rückschlüsse auf den Berliner Mietendeckel und die Entscheidung des Berliner Landesverfassungsgerichts oder gar des Bundesverfassungsgerichts zu. Das Berliner Gesetz unterscheidet sich deutlich vom Bayerischen Mietenstopp hinsichtlich der Gesamtkonzeption als auch in Einzelfragen. Das hat auch das Verfassungsgericht in Bayern betont.

    Auch wenn Herr Wegner und andere sich wünschen, dass der Berliner Mietendeckel fällt, so hat er weiter Bestand. Der Wunsch der CDU ist nicht nur mieter*innenfeindlich, sondern auch zynisch, weil die Partei auf Bundesebene durch unterlassene Hilfeleistung den rasanten Mietenanstieg seit Jahren mitzuverantworten hat. Es wird mal wieder deutlich auf wessen Seite die CDU wohnungspolitisch steht.“

  • 15. Juli 2020

    Zum Verfassungsurteil gegen das Paritätsgesetz in Thüringen

    Foto: Hoffotografen | Grüne Fraktion Berlin

    Silke Gebel, Fraktionsvorsitzende:
    "Es ist bedauerlich, dass das thüringische Verfassungsgericht die im Grundgesetz verankerte Gleichberechtigung der Geschlechter in ihrer Abwägung nicht entsprechend hoch bewertet. Solange es kein Paritätsgesetz gibt, sind alle Parteien gefragt mindestens zur Hälfte Frauen in die Parlamente und Wahlämter zu schicken. Gerade die CDU und FDP müssen sich daran messen lassen, ob sie mit einer eigenen Frauenquote und weiteren Massnahmen ein ausgewogenes Verhältnis der Geschlechter in ihren Parteien verankern.

    Wir Grünen gehen seit 30 Jahren mit gutem Beispiel voran und haben in Berlin vor Monaten Eckpunkte für ein Berliner Paritätsgesetz vorgelegt. Uns ist es auch ein wichtiges Anliegen, die Bezirkslisten abzuschaffen, um echte Ergebnisparität zu schaffen und die strukturelle Benachteiligung von Frauen endlich zu beenden.

    In den Parlamenten wird heute immer noch nicht die gesellschaftliche Realität abgebildet. Darum braucht es in der Berliner Verfassung noch mehr Klarheit, dass bei politischen Entscheidungen die Männer und Frauen im Land Berlin gleichgestellt sind. Wir schlagen vor, den folgenden Passus analog zu der Französischen Verfassung aufzunehmen, der den Verfassungsauftrag für mehr Parität deutlich festschreibt: „Es ist der gleiche Zugang von Frauen und Männern zu Wahlmandaten und Wahlämtern zu gewährleisten.“

  • 14. Juli 2020

    Zur Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

    Foto: Birte Zellentin / Grüne Fraktion Berlin Daniel Wesener, MdA | Parlamentarischer Geschäftsführer, Sprecher für Kultur, Haushalt und Finanzen | Grüne Fraktion Berlin

    Daniel Wesener, kulturpolitischer Sprecher:
    „Berichte über Vorermittlungen der Staatsanwaltschaft Cottbus, die Prüfung durch den Bundesrechnungshof und die jüngsten Recherchen des rbb über die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) werfen immer neue Fragen zu deren wirtschaftlicher Situation auf. Jetzt rächt es sich, dass die Verantwortlichen jede Kritik, sämtliche Forderungen nach mehr Transparenz sowie die Ergebnisse des externen Wirtschaftsgutachtens immer wieder vom Tisch gefegt haben.

    Öffentlichkeit und Parlament brauchen endlich von unabhängiger Seite Klarheit über den Bilanzwert, die prognostizierten Entgelt-Einnahmen und den weiteren Finanzbedarf der Flughafengesellschaft. Wenn deren Geschäftsführer Lütke Daldrup in den nächsten Monaten viele weitere Hundertmillionen Euro von den Gesellschaftern und Steuerzahlern in Berlin, Brandenburg und der Bundesrepublik einstreichen will, muss er die Karten endlich offen legen. Da reicht auch der gebetsmühlenartige Verweis auf das Testat der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft der FBB nicht aus - zumal es sich um dieselben Prüfer wie die der inzwischen insolventen Wirecard AG handelt.

    Wir Grüne wollen auch wissen, was sich hinter Ausgaben von rund 350 Millionen Euro für Beratungsaufträge im letzten Geschäftsbericht der FBB verbirgt. Die Fragen und Vorwürfe, die zwischenzeitlich im Raum stehen, sind zu ernst und in ihren Konsequenzen zu gravierend, als dass sich die Flughafengesellschaft einfach weiter wegducken kann."

  • 13. Juli 2020

    Zu den Lockerungen des Kontakt- und Mannschaftssports in Berlin

    Foto: Erik Marquardt / Grüne Fraktion Berlin Nicole Ludwig, MdA | Sprecherin für Wirtschaft, Sprecherin für Sport | Grüne Fraktion Berlin

    Nicole Ludwig, Sprecherin für Sport und Wirtschaft:
    „Gut, dass Sportsenator Andreas Geisel heute auf Druck vieler Akteure des Berliner Sports verkündet hat, Kontakt- und Mannschaftssport wieder weitgehend ohne Einschränkungen zuzulassen. Eine weitere Verlängerung der Kontaktsperre wäre vor dem Hintergrund der Infektionsentwicklung und auch der Praxis in den anderen Bundesländern nicht nachvollziehbar.

    Nun braucht es klare, eindeutig formulierte Regeln, die gerecht und nachvollziehbar sind. Dabei sollte keine Sportart bevorzugt werden. Auch für den Kontaktsport in geschlossenen Räumen muss es jetzt klare Regeln geben. So sollten beispielsweise Kampfsport und Tanzen mit einer begrenzten Anzahl fester Partner stattfinden, Handball und Basketball in Mannschaftsstärke.“

  • 13. Juli 2020

    Zum Gutachten des Wissenschaftsrats zur Arbeit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz

    Foto: Birte Zellentin / Grüne Fraktion Berlin Daniel Wesener, MdA | Parlamentarischer Geschäftsführer, Sprecher für Kultur, Haushalt und Finanzen | Grüne Fraktion Berlin

    Daniel Wesener, kulturpolitischer Sprecher:
    "Die Liste der Mängel und Probleme der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) ist lang: Verkrustete Verwaltungsstrukturen, der gigantische Sanierungstau, unzeitgemäße Ausstellungs- und Vermittlungskonzepte sowie ein reichlich unkritisches Verhältnis zum eigenen, kolonialen Sammlungserbe machen eine Reform unumgänglich. Die Stiftungsratsvorsitzende und Auftraggeberin der Studie, Kulturstaatsministerin Monika Grütters, und die an der SPK beteiligten Bundesländer haben allerdings keinen Anlass, sich durch das Gutachten des Wissenschaftsrats bestätigt zu fühlen. Sie selbst waren es, die der Stiftung politische Renommierprojekte wie das Humboldt Forum oder das Museum der Moderne übergeholfen haben anstatt ihre inhaltliche Neuausrichtung voranzutreiben und für eine auskömmliche Finanzierung zu sorgen. "

    Es wäre deshalb ein großer Fehler, wenn eine SPK-Reform unter dem Vorwand der Entflechtung einer weiteren politischen Zentralisierung und Funktionalisierung der Einrichtungen Vorschub leistet. Die SPK braucht mehr und nicht weniger Unabhängigkeit bei ihrer Museums- und Forschungsarbeit. Es wäre auch falsch, wenn sich die Bundesländer aus ihrer politischen und finanziellen Verantwortung für die größte deutsche Kulturstiftung herauskaufen lassen. Gerade das Land Berlin kann nicht wollen, dass das historisch ambivalente Kulturerbe des preußischen Staates zur Verfügungsmasse einer Bundespolitik wird, die wiederholt bewiesen hat, dass sie dieser Verantwortung nicht gewachsen ist.

    Jetzt braucht es einen ebenso gründlichen wie transparenten Diskussionsprozess über das Gutachten und seine Konsequenzen, in den die Stiftung und ihre Mitarbeiter, sämtliche zuständige Gremien des Bundes und der Länder sowie weiterer externer Sachverstand einbezogen werden müssen. Auch das Abgeordnetenhaus und der Senat von Berlin müssen darin eine aktive Rolle spielen und ihre Verantwortung für die Zukunft der Sammlungen, Einrichtungen und Standorte der SPK wahrnehmen

  • 10. Juli 2020

    Zur Abwendungsvereinbarung mit der Deutsche Wohnen

    Foto: Erik Marquardt / Grüne Fraktion Berlin Katrin Schmidberger, MdA | Sprecherin für Wohnen und Mieten, Sprecherin für Tourismus | Grüne Fraktion Berlin

    Katrin Schmidberger, Sprecherin für Wohnen und Mieten:
    „Ich freue mich über die geschlossene Abwendungsvereinbarung mit der Deutsche Wohnen. Ohne das kommunale Vorkaufsrecht und den Druck durch die Mieter-Initiative „23 Häuser sagen Nein“ hätte sich der Immobilienkonzern nie darauf eingelassen, 20 Jahre auf Umwandlung in Eigentum und Luxussanierungen zu verzichten. Ich danke deshalb allen Mieter*innen für ihren großartigen Einsatz, der zeigt: Gemeinsam sind wir stark gegen Verdrängung. Jetzt liegt es aber auch an uns Politiker*innen auf der Landesebene, dringend benötigte Mittel für die Genossenschaften bereit zu stellen, um künftig beim Vorkaufsrecht handlungsfähig zu bleiben. Dafür erwarte ich die Unterstützung der gesamten Koalition. Denn die Genossenschaften waren sogar bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen als die landeseigenen Wohnungsunternehmen. Ein großer Wehrmutstropfen bleibt: Die Gewerbetreibenden in den Häusern sind durch die Abwendungsvereinbarung leider nicht geschützt. Auch die anderen zwei Häuser, die nicht im Milieuschutzgebiet liegen, brauchen unsere Unterstützung. Hier müssen wir weiter Druck auf die Deutsche Wohnen ausüben. Ich wünsche mir, dass die Hausgemeinschaften weiterhin so stark und laut bleiben!“

  • 10. Juli 2020

    Zur Situation der Veranstaltungsbranche in Berlin

    Foto: Erik Marquardt / Grüne Fraktion Berlin Nicole Ludwig, MdA | Sprecherin für Wirtschaft, Sprecherin für Sport | Grüne Fraktion Berlin

    Nicole Ludwig, Sprecherin für Wirtschaft:
    „Zum zweiten Mal geht heute die Veranstaltungsbranche auf die Straße – und ich unterstütze sie dabei!  Denn ein Großteil sind Solo-Selbständige und Kleinunternehmer*innen. Die neuen Überbrückungshilfen, die seit heute beantragt werden können, haben diese Zielgruppe aber nur in der Überschrift stehen! In Wahrheit handelt es sich um eine weitere Mogelpackung des Wirtschaftsministers Altmaier, denn nach wie vor kann der Unternehmerlohn davon nicht beglichen werden! Und die Beantragung von ALG II ist für viele nicht möglich. Was bleibt da zum Leben? Ich fordere die Bundesregierung auf, endlich die Zahlung von Unternehmerlohn aus den Überbrückungshilfen zuzulassen.Die Branche schließt zum Schutz der Allgemeinheit vor Corona ihre Pforten, dann ist die Allgemeinheit auch verpflichtet, das Überleben der Menschen, die von dieser Branche normalerweise leben, zu sichern!“

  • 10. Juli 2020

    Zur drohenden Klage gegen den Sportsenator

    Foto: Erik Marquardt / Grüne Fraktion Berlin Nicole Ludwig, MdA | Sprecherin für Wirtschaft, Sprecherin für Sport | Grüne Fraktion Berlin

    Nicole Ludwig, Sprecherin für Sport und Wirtschaft:
    „Es ist leider nicht verwunderlich, dass einzelne Sportverbände und auch private Sportschulen nun gegen den Senat klagen wollen. Schon seit Wochen geht die Sportverwaltung auf Tauchstation, wenn sie auf verantwortungsbewusste und notwendige Lockerungen im Kontaktsport angesprochen wird. Andere Bundesländer, auch Brandenburg, lassen diesen unter Auflagen längst wieder zu. 
Berlin gerät so sportlich ins Hintertreffen und viele private Sportschulen sind längst am Rande ihrer Existenz angekommen. Besonders leidtragend sind aber Kinder und Jugendliche, die nach Monaten des Homeschooling nun nicht mal in den Ferien ihren Sport richtig ausüben können. 
Bevor es wirklich zu Klagen kommt, sollte der Sportsenator jetzt handeln und die Verordnung schnellstmöglich anpassen, um Sport mit Körperkontakt schrittweise wieder zu ermöglichen.“

  • 8. Juli 2020

    Zum neuen Park-Knigge

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Georg P. Kössler, MdA | Sprecher für Klima- und Umweltschutz, Eine-Welt-Politik und Clubkultur | Grüne Fraktion Berlin

    Georg Kössler, Sprecher für Umweltschutz:
    „Nicht alle können sich Urlaub im Grünen leisten und brauchen daher die innerstädtischen Grünflächen als Erholungsorte. Es ist eine Frage der Gerechtigkeit, diese zu pflegen und achtsam mit ihnen umzugehen. Wir Grüne haben das Budget für die Pflege des Stadtgrüns deutlich erhöht und dafür gesorgt, dass die BSR im Rahmen eines Pilotprojekts zahlreiche Parks säubert. Damit unsere Grünflächen Rückzugs-Oasen bleiben, sind wir aber alle gefragt. Ich freue mich daher sehr über den neuen Park-Knigge der Initiative „wirBerlin“, der auch Teile des Zero Waste Konzepts beinhaltet. Eine lebenswerte Stadt ist eine grüne Stadt.“

  • 7. Juli 2020

    Zum neuen Verkehrsvertrag mit der BVG

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Antje Kapek, MdA | Fraktionsvorsitzende | Grüne Fraktion Berlin

    Antje Kapek, Fraktionsvorsitzende:
    „Der Verkehrsvertrag mit der BVG ist ein entscheidendes Ticket zur Mobilitätswende. Wir schaffen damit einen leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr, der den Umstieg vom Auto möglich macht. Nach Jahrzehntes des Kaputtsparens investiert die rot-rot-grüne Koalition viele Milliarden in einen ÖPNV, der alle sicher und schnell von A nach B bringt. Die Zukunft der Mobilität liegt auf der Schiene, im Elektro-Antrieb und in intelligenten Verkehrslösungen – wir packen sie an.“

  • 3. Juli 2020

    Zur Umbenennung des U-Bahnhofs "Mohrenstraße"

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Antje Kapek, MdA | Fraktionsvorsitzende | Grüne Fraktion Berlin

    Antje Kapek, Fraktionsvorsitzende:
    Die Umbenennung des U-Bahnhofs war höchste Zeit! Dieser Name ist einfach unerträglich, rassistisch und diskriminierend. Gut, dass er nun von den U-Bahn-Plänen der Bundeshauptstadt verschwindet. Jetzt muss aber auch noch die eigentliche M*Straße umbenannt werden. Hierfür wünsche ich mir einen gemeinsamen, partizipativen Prozess mit dem Bezirk Mitte und dem Bündnis Decolonize Berlin.

  • 2. Juli 2020

    Zur Schließung von drei Corona-Teststellen

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Catherina Pieroth-Manelli, MdA | Sprecherin für Gesundheitspolitik, Sprecherin für Drogenpolitik, Sprecherin für Wissenschaft| Grüne Fraktion Berlin

    Catherina Pieroth, Sprecherin für Gesundheitspolitik:
    „Die Umsetzung der lang ersehnten Teststrategie geht anders. Wir müssen die Sommerferien nutzen, um zielgerichtet zu testen. Wir dürfen die Berlinerinnen und Berliner nicht mit dem ÖPNV durch die Stadt schicken, um sich schließlich in den Warteschlangen der verbliebenen Teststellen anzustecken. Zu einem Zeitpunkt, an dem sich weitere Hotspots entwickeln können und wir noch nicht genug über ein mögliches Infektionsgeschehen nach den Öffnungen wissen, dürfen die drei Standorte nicht geschlossen werden!“

  • 30. Juni 2020

    Zum 3. Jahrestag der Ehe für alle und Gewaltvorfällen beim alternativen CSD

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Sebastian Walter und Anja Kofbinger, MdA |  Grüne Fraktion Berlin

    Anja Kofbinger und Sebastian Walter, queerpolitische Sprecher*innen:
    „​Heute vor drei Jahren verabschiedete der Bundestag die Ehe für alle - ein Meilenstein gegen Diskriminierung von Lesben und Schwulen. Sicherlich wäre das ein Grund zu feiern. Aber die Gewaltvorfälle vom Wochenende bei der alternativen CSD-Demonstration und vor dem lesbischen Projekt RuT in Neukölln erinnern uns wieder an die brutale Realität, mit der die LSBTIQ*-Community weiterhin täglich zu kämpfen hat. Wie werden deshalb auch unseren Kampf gegen Gewalt und Diskriminierung von LSBTIQ* weiterführen und solidarisch an der Seite der Betroffenen stehen. Von der Polizei erwarten wir nun eine rasche Aufklärung der Vorfälle. Die konsequente Umsetzung der neu gestarteten "Initiative Geschlechtliche und Sexuelle Vielfalt (IGSV)" - insbesondere der Präventions- und Anti-Gewalt-Projekte - ist für uns ein zentraler Schritt, um aktiv die Gleichberechtigung voranzutreiben und der Gewalt etwas entgegenzusetzen.“

  • 30. Juni 2020

    Zur Vorstellung des Kompetenznetzwerks „Antisemitismus“ durch Bundesministerin Giffey.

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Sebastian Walter, MdA | Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Sprecher für Antidiskriminierung und Queerpolitik, Sprecher für Haushalt | Grüne Fraktion Berlin

    Sebastian Walter, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Antidiskriminierung:
    „Es ist ein wichtiges Zeichen, dass Bundesfamilienministerin Giffey heute die Arbeit des Kompetenznetzwerks „Antisemitismus“ persönlich vorstellen wird – eine Kooperation von exzellenten zivilgesellschaftlichen Initiativen im Rahmen des Bundesförderprogramms „Demokratie leben!“.

    Dieses Zeichen darf aber kein symbolpolitisches sein. Unter Giffey wurde „Demokratie leben!“ im vergangenen Herbst runtergekürzt und die Förderbedingungen zu Lasten von etablierten Demokratieprojekten verändert. Die rot-rot-grüne Koalition ist Ende 2019 kurzfristig mit mehr als 2 Mio. Euro eingesprungen, um insgesamt neun etablierte zivilgesellschaftliche Projekte mit hoher Fachexpertise zu retten – gerade auch mit dem Schwerpunkt auf der Antisemitismus- und Rassismusprävention.

    Der Kampf gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit wird nur dann gelingen, wenn NGOs und zivilgesellschaftliche Strukturen dauerhaft und verlässlich gefördert werden. Giffey muss auf Bundesebene dafür endlich die Voraussetzungen schaffen: mit einer Aufstockung von „Demokratie leben!“ und einem Demokratiefördergesetz.“

  • 23. Juni 2020

    Zur bisherigen Bilanz des Zukunftspakts Verwaltung

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Stefan Ziller, MdA | Stellvertredender Fraktionsvorsitzender, Sprecher für Digitales und Verwaltungsmodernisierung, Sprecher für Armutsbekämpfung, Sprecher für Haushalt | Grüne Fraktion Berlin

    Stefan Ziller, Sprecher für Digitales:
    „Die bisherige Bilanz des Zukunftspakt Verwaltung ist ernüchternd. Zwar gibt es mit dem CityLab einen Lichtblick, andere Projekte sind bislang aber kaum vorangekommen. Die Idee, mittels Zielvereinbarungen die gesamtstädtische Steuerung zu verbessern, ist noch nicht über das Entwurfsstadium hinaus. Damit können diese auch nicht wie geplant Grundlage für den kommenden Landeshalt werden.

    Corona hat uns vor Augen geführt, welchen Preis die Berliner Verwaltung für unterlassene Digitalisierung zahlt. Senat und Bezirke sollten aus einer ehrlichen Bestandsaufnahme die Kraft schöpfen, insbesondere die Digitalisierung der Fachverfahren mit Priorität anzugehen. Mit Fachverfahren sind die internen Prozesse der jeweiligen Fachverwaltungen und der Bezirksämter gemeint.

    So setzen die Berliner Gesundheitsämter inzwischen auf die Anwendung SORMAS für die Nachverfolgung der Kontakten von Infizierten. Zuvor haben die Mitarbeiter*innen Excel-Tabellen genutzt. Derartigen Modernisierungsbedarf gibt es in fast allen Fachbereichen. Digitale Fachverfahren machen mobiles Arbeiten möglich und schaffen gleichzeitig die Grundlage für mehr Online-Dienstleistungen über das Berliner Service-Portal. Dahin muss die Reise gehen."

  • 22. Juni 2020

    Zum Jahresbericht der Berliner Feuerwehr

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Benedikt Lux, MdA | Sprecher für Innenpolitik, Sprecher für Haushalt, Sprecher für den UA "Terroranschlag Breitscheidplatz" | Grüne Fraktion Berlin

    Benedikt Lux, innenpolitischer Sprecher:
    „Ich danke allen Mitarbeiter*innen der Berliner Feuerwehr. Durch ihren täglichen Einsatz ist Berlin eine relativ sichere Stadt für alle Menschen. Unerträglich und unverständlich ist, dass die Einsatzkräfte immer häufiger angegriffen werden. Das verurteile ich aufs Schärfste. Die rot-rot-grüne Koalition hat die Bedingungen für Feuerwehr und Rettungsdienst deutlich verbessert: Mit drei Millionen Euro jährlich für eine nachhaltige Erneuerung des Fuhrparks, höherer Besoldung und besseren Ausbildungsbedingungen. In unserer wachsenden Stadt müssen Polizei und Feuerwehr aber noch weiter gestärkt werden. Denn alle Berlinerinnen und Berliner haben ein Recht auf schnelle Hilfe im Notfall. Wichtig ist uns Grünen, dass die Verbesserungen strukturell sind. Gut gemeinte Einmalzahlungen können diese nicht ersetzen. Wir fordern eine systematische Verstärkung des Rettungsdienstes, auch mit mehr Frauen und Menschen mit Einwanderungsgeschichte, sowie eine weitere Verbesserung der Notrufannahme in Spitzenzeiten.“

  • 18. Juni 2020

    Zu einem Jahr Mietendeckel

    Foto: Erik Marquardt / Grüne Fraktion Berlin Katrin Schmidberger, MdA | Sprecherin für Wohnen und Mieten, Sprecherin für Tourismus | Grüne Fraktion Berlin

    Katrin Schmidberger, Sprecherin für Wohnen und Mieten:
    „Mit dem Mietendeckel hat die rot-rot-grüne Koalition den 1,5 Millionen Mieter*innen-Haushalten Berlins eine Atempause verschafft, die angesichts der Corona-Krise wichtiger denn je ist. Der Bund dagegen verlängert ab Juli nach bisherigen Informationen noch nicht einmal den Kündigungsschutz bei coronabedingten Mietrückständen und will auch die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen nicht stoppen. Damit sorgt er dafür, dass womöglich noch viele Menschen ihre Wohnungen verlieren. Stattdessen klagen einige Bundestagsfraktionen lieber gegen den Mietendeckel. Das ist ein politischer Offenbarungseid, der zeigt, wer hier für und wer hier gegen die Mieter*innen kämpft. Die überhitzten Boden- und Mietpreise erschweren auch den Neubau von Wohnraum. Deshalb ist es richtig, dass Berlin die Notbremse gezogen hat.

    Jedoch ist der Mietendeckel auch ein politischer Auftrag für uns. Wir müssen den dadurch gewonnenen Spielraum nutzen, um die soziale Wohnungsbauförderung nochmal deutlich zu verstärken und um gemeinwohlorientierten Nutzer*innen günstige Erbbaurechtsvergaben anzubieten. Auch ist klar: Jedes Gesetz ist nur so gut wie sein Vollzug und dafür braucht es Personal. In diesem Bereich kann uns die bisherige Bilanz nicht zufrieden stellen. Daher erwarten wir vom Senat mehr Unterstützung für die Bezirke bei der Personalrekrutierung.“

  • 17. Juni 2020

    Zur aktuellen Verfassungsdebatte

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Sebastian Walter, MdA | Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Sprecher für Antidiskriminierung und Queerpolitik, Sprecher für Haushalt | Grüne Fraktion Berlin

    Sebastian Walter, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Antidiskriminierung:
    „Die Einteilung von Menschen in sogenannte „Rassen“ entstammt kolonialrassistischen und nationalsozialistischen Unrechtsideologien. Der Begriff hat weder im Grundgesetz noch in der Landesverfassung etwas zu suchen und muss endlich ersetzt werden. Der Schutz vor rassistischer Diskriminierung braucht aber eine verfassungsrechtliche Verankerung. Daher plädieren wir für die Ergänzung von Artikel 10, Absatz 2 um den Zusatz „rassistische Zuschreibung“. Damit allein ist es aber nicht getan: Auch Artikel 29, Absatz 2 gehört novelliert und der überkommene Begriff der „Rassenhetze“ gestrichen. Statt dessen wollen wir eine Antirassismus-Klausel: Der Kampf gegen Rassismus soll zu einem Staatsziel des Landes Berlin werden. Damit würde sich Berlin auch in seiner Verfassung hinter das breite Engagement der vielen antidiskriminierungspolitischen Initiativen der Zivilgesellschaft stellen. Das wäre gerade in diesen Zeiten ein wichtiges Signal!"

  • 17. Juni 2020

    Zum Start des Berliner Behindertenparlaments am morgigen Donnerstag

    Foto: Erik Marquardt / Grüne Fraktion Berlin Fatoṣ Topaç, MdA | Sprecherin für Sozial- und Pflegepolitik | Grüne Fraktion Berlin

    Fatoş Topaç, sozialpolitische Sprecherin:
    „Menschen mit Behinderung haben besonders unter dem Shut Down und dem daraus folgenden Zusammenbruch der Angebote und somit der Tagesstruktur gelitten. Deswegen freue ich mich umso mehr, dass es den Organisator*innen gelungen ist, trotz Corona das Behindertenparlament an den Start zu bringen. Wenn wir das Motto der UN-Behindertenrechtskonvention „Nicht ohne uns über uns“ ernst nehmen, müssen Menschen mit Behinderung auch in der Politik auf Augenhöhe mitreden und mitentscheiden. Das Behindertenparlament ist deshalb ein ganz wichtiger Schritt in die richtige Richtung, den ich aus vollster Überzeugung von Anfang an unterstützt habe. Aber auch wir als Parteien sind in der Verantwortung, uns stärker für Menschen mit Behinderung zu öffnen. Mir liegt besonders eine inklusive Mobilität für alle am Herzen. Ein Fahrdienst, der Wochen vorher per Fax bestellt werden muss, ist nicht die Lösung."

    Hintergrund:
    Am morgigen Donnerstag, 18. Juni, startet das Berliner Behindertenparlament – im Corona-tauglichen Format aus Gesprächen in Kleingruppen und Videokonferenzen. Das Parlament wurde von einem breiten Bündnis aus Verbänden der Behindertenhilfe auf den Weg gebracht, Initiator ist Christian Specht. Menschen mit Behinderungen jeglicher Art werden in diesem neuen Forum willkommen sein. Die Grüne Fraktion hat die Organisator*innen von Beginn unterstützt und begrüßt das Format als weiteren Schritt in Richtung mehr politischer Teilhabe. Die Corona-Pandemie wird Hauptthema des Auftakts sein. Sozialsenatorin Elke Breitenbach und die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung, Christine Braunert-Rümenapf, werden an der Veranstaltung ebenfalls teilnehmen. Das Behindertenparlament wird online unter https://www.behindertenparlament.berlin/ zu verfolgen sein.

  • 16 Juni 2020

    Zum Bericht zum Berliner Missbrauchsskandal ("Kentler-Experiment")

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Marianne Burkert-Eulitz, MdA | Sprecherin für Bildung, Sprecherin für Familie und Kinder | Grüne Fraktion Berlin

    Marianne Burkert-Eulitz, Sprecherin für Familie und Bildung:
    „Mit dem Bericht über den Berliner Missbrauchsskandal ist dessen Aufarbeitung noch nicht zu Ende. Im Gegenteil: Wir sehen jetzt erst die Spitze des Eisbergs. Wir Grüne fordern weitere Aufklärung, sowohl was die Rolle der Bildungsverwaltung angeht, als auch zur Ausbreitung des Berliner Pädophilen-Netzwerks in ganz Deutschland. Die Opfer müssen umfassend entschädigt werden. Geld kann die gegen sie verübten Taten nicht ungeschehen machen, eine tatsächliche Entschädigung ist nicht möglich. Trotzdem ist es neben einer lückenlosen Aufklärung das Mindeste, was wir den Opfern schuldig sind."

  • 11. Juni 2020

    Zur Finanzsituation der FBB

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Harald Moritz, MdA | Verkehrspolitischer Sprecher, Sprecher für den Parlamentarischen Untersuchungsausschuss "BER II" | Grüne Fraktion Berlin

    Harald Moritz, verkehrspolitischer Sprecher:
    „Wenn die Geschichte des BER uns eins gelehrt hat, dann das: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Neueste Medienrecherchen erwecken den Eindruck, dass die Geschäftsführung der FBB ihre Finanzlage schöngerechnet hat. Die Zeche dafür zahlen im Zweifel die Steuerzahler. Dieser Verdacht muss dringend aufgeklärt werden! Das ist nun wirklich ein Fall für den Rechnungshof. Er darf sich nicht mehr hinter Zuständigkeitsfragen verstecken, sondern gerne auch mit dem Bundesrechnungshof und dem des Landes Brandenburg zusammenarbeiten, um Licht ins Dunkel der FBB-Finanzen zu bringen. Die Gesellschafter Berlin, Brandenburg und der Bund haben zugesagt, alle Defizite der FBB bis 2024 auszugleichen. Dann müssen sie aber auch genau prüfen, wofür dieses Geld ausgegeben wird. Wir erwarten volle Transparenz von Engelbert Lütke Daldrup, vom Aufsichtsrat und den Gesellschaftern. Nur wenn Parlamente umfangreich und korrekt informiert sind, können sie der Freigabe von Steuergeldern sachgerecht zustimmen oder sie verweigern."

  • 8. Juni 2020

    Zum Umzug der Modemessen Premium und Neonyt nach Frankfurt

    Foto: Erik Marquardt / Grüne Fraktion Berlin Nicole Ludwig, MdA | Sprecherin für Wirtschaft, Sprecherin für Sport | Grüne Fraktion Berlin

    Nicole Ludwig, wirtschaftspolitische Sprecherin:
    „Berlin ist und bleibt der Hotspot für nachhaltige Mode in Europa. Damit hat der Standort ein Alleinstellungsmerkmal, das ihn von anderen Modemetropolen abhebt. Wir kämpfen für eine weitere Stärkung des Modestandorts Berlin: Noch in diesem Jahr wird ein Fashion Hub für innovative und grüne Mode entstehen, das Modedesign und –produktion in der Hauptstadt stärkt und internationale Stahlkraft hat.

    Ich lade Sie in diesem Zusammenhang herzlich zum Green Fashion Walk am 1. Juli um 11 Uhr ein. Wir besuchen nachhaltig arbeitende Berliner Labels und kleine Manufakturen, daneben haben Sie Gelegenheit, mit uns Grünen und Insidern der Berliner Modebranche über neue innovative Formate jenseits klassischer Runway-Shows ins Gespräch zu kommen. Eine formelle Einladung mit genauen Informationen zu Ort und Zeit folgt zeitnah.“

  • 4. Juni 2020

    Zum tödlichen Unfall einer Radfahrerin

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Dr. Stefan Taschner, MdA | Sprecher für Energie und Tierschutz, Sprecher für Radverkehr | Grüne Fraktion Berlin

    Stefan Taschner, Sprecher für Radverkehr:
    „Der schreckliche tödliche Radverkehrsunfall vom gestrigen Abend zeigt einmal mehr, dass sowohl Lkw als auch Kreuzungen noch schneller sicherer werden müssen. Ich fordere daher, dass so schnell wie möglich die gefährlichsten Kreuzungen Berlins durch temporäre Schutzelemente zu „geschützten Kreuzungen“ werden. Sie ergänzen damit die Pop-Up-Bike Lanes, bis sie baulich dauerhaft gesichert werden können. Die Grüne Fraktion hat dazu einen Parlamentsantrag in die Koalitionsberatungen eingebracht. Darüber hinaus fordern wir Bundesverkehrsminister Scheuer erneut auf, Verkehrssicherheitszonen zu ermöglichen, in denen Lkw ohne Abbiegeassistenten keine Einfahrt erhalten.“

  • 2. Juni 2020

    Zur Wahl von Anne Helm und Carsten Schatz als neue Vorsitzende der Linksfraktion

    Foto: Hoffotografen | Grüne Fraktion Berlin

    Antje Kapek und Silke Gebel, Fraktionsvorsitzende:
    „Wir gratulieren Anne Helm und Carsten Schatz herzlich zur Wahl als neue Vorsitzende der Fraktion Die Linke und heißen sie willkommen im Team. Wir kennen beide durch die bisherige vertrauensvolle Zusammenarbeit bereits gut und freuen uns, diese nun noch zu intensivieren, denn wir haben als Koalitionsfraktionen noch viel gemeinsam vor. An dieser Stelle gilt aber auch besonderer Dank unseren jahrelangen Kolleg*innen Carola Bluhm und Udo Wolf für die aufregende, leidenschaftliche und wahnsinnig erfolgreiche gemeinsame Regierungszeit, in der wir sehr viel für Berlin erreichen konnten. Politisch haben wir gemeinsam große Reformen angeschoben. Menschlich haben wir immer ehrlich und vertrauensvoll zusammengearbeitet. Umso mehr wünschen wir beiden viel Erholung und eine neue spannende Phase - politisch und privat."

  • 26. Mai 2020

    Zur heute vom Senat beschlossenen S-Bahn-Ausschreibung

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Harald Moritz, MdA | Verkehrspolitischer Sprecher, Sprecher für den Parlamentarischen Untersuchungsausschuss "BER II" | Grüne Fraktion Berlin

    Harald Moritz, verkehrspolitischer Sprecher:
    „Endlich geschafft! Die größte Ausschreibung in der Geschichte der Berliner S-Bahn kann - nach unnötig langen Verzögerungen - endlich erfolgen. Damit stellen wir den Betrieb auf neue Füße, sorgen dafür, dass die Metropolregion Berlin-Brandenburg langfristig mobil bleibt und eine zweite S-Bahn-Krise verhindert wird. Die Berlinerinnen und Berliner können sich auf moderne Wagen, verdichtete Takte und neue Strecken freuen. Durch den landeseigenen Fahrzeugpool wird erstmals Wettbewerb auch bei der S-Bahn möglich und Monopolpreise vermieden. Das kommt den Fahrgästen und dem Ausbau des S-Bahn-Angebotes zu Gute. Selbstverständlich werden bei einem möglichen Betreiberwechsel die Interessen der Beschäftigten gewahrt und die einschlägigen Tarifverträge zur Anwendung kommen."

  • 20. Mai 2020

    Zur Entscheidung der FBB-Gesellschafterversammlung, den Flughafen Tegel zu schließen

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Harald Moritz, MdA | Verkehrspolitischer Sprecher, Sprecher für den Parlamentarischen Untersuchungsausschuss "BER II" | Grüne Fraktion Berlin

    Harald Moritz, verkehrspolitischer Sprecher:
    „Die Entscheidung, den Flughafen Tegel zu schließen, war lange überfällig. Das ist nicht nur für die von Fluglärm geplagten Anwohnerinnen und Anwohner eine gute Nachricht. Wir können uns angesichts des Zusammenbruchs des Luftverkehrs und der Kosten der Coronakrise einen Weiterbetrieb von TXL schlicht nicht leisten. Wir wollen lieber in die Zukunft schauen und die Nachnutzung von Tegel als buntes neues Stadtquartier vorantreiben. Und wir warten immer noch darauf, dass über die Finanzsituation der FBB von unabhängiger Seite transparent aufgeklärt wird. Langfristig ist unser Ziel, Flugverkehr, wo es geht, zu ersetzen.“

  • 15. Mai 2020

    Zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit.

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Sebastian Walter und Anja Kofbinger, MdA |  Grüne Fraktion Berlin

    Sebastian Walter und Anja Kofbinger, Sprecher für Queerpolitik:
    „Die Corona-Pandemie ist eine Herausforderung und eine Bedrohung für die queere Community. Vom rechten Rand wird die Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans-, intergeschlechtlichen und queeren Menschen (LSBTIQ*) offen als „nicht systemrelevant“ in Frage gestellt. In Polen, Ungarn und an den EU-Außengrenzen droht die Abwicklung der Rechte queerer Menschen. Zum IDAHOBIT, dem Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit, sagen wir klar und deutlich: Wir werden uns in Berlin entschieden gegen alle Versuche eines rechten Backlashs stellen. Wir sind solidarisch mit den queeren Communities europaweit. Und wir werden alles daran setzen, die queere Infrastruktur in Berlin, die wir durch den Landeshaushalt gerade erst weiter gestärkt haben, über die Pandemie hinweg zu retten. Gerade in Krisenzeiten gilt: Queere Rechte sind relevant, denn queere Rechte sind Menschenrechte!"

  • 12. Mai 2020

    Zur Rettung des Medienstandorts Berlin

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Notker Schweikhardt, MdA | Sprecher für Kultur- und Kreativwirtschaft, Sprecher für Medienpolitik und Städtepartnerschaften | Grüne Fraktion Berlin

    Notker Schweikhardt, medienpolitischer Sprecher
    „Medien nehmen in der Coronakrise eine Schlüsselrolle ein. Unabhängiger Journalismus ist systemrelevanter denn je. Medien informieren und übersetzen relevante wissenschaftliche Erkenntnisse, so dass die Gesellschaft sich ein Bild der Lage machen kann. Gerade in dieser Zeit der physischen Isolation sind auch Unterhaltungsmedien ein Rettungsanker für viele Menschen. Damit die Medien in ihrer ganzen Vielfalt diese Krise überleben, ist Berlin als wichtiger Medienstandort besonders gefordert. Auf meine Initiative hin haben die Fraktionen von Bündnis 90/Grünen, SPD, Linken, CDU und FDP beschlossen, die aktuelle Situation der Medien im Abgeordnetenhaus zu diskutieren. In seiner Sitzung am 13. Mai und in einer extra dafür anberaumten Sondersitzung am 10. Juni, wird sich der Medienausschuss des Abgeordnetenhauses ausschließlich mit der Situation der Medien- und Filmschaffenden beschäftigen und zentrale Akteur*innen anhören. Unser Ziel ist, die Medienbranche bestmöglich zu unterstützen und gemeinsam mit ihren Vertreter*innen Wege durch diese Krise zu finden."

  • 12.Mai 2020

    Zum heute vom Senat beschlossenen Corona-Frühwarnsystem

    Foto: Hoffotografen | Grüne Fraktion Berlin

    Silke Gebel, Fraktionsvorsitzende:
    „Das Berliner Corona-Frühwarnsystem ist neben einer landesweiten Teststrategie und starken Gesundheitsämtern ein wichtiger Baustein, um die beschlossenen Lockerungen verantwortungsvoll zu begleiten. Ziel muss sein, unseren neuen Corona-Alltag soweit es geht an unsere alte Normalität anzupassen, ohne damit die Gesundheit aller zu gefährden. Dafür ist es zentral, so früh wie möglich zu wissen, ob sich das Coronavirus wieder schneller verbreitet, um dann zielgerichtet entsprechende Maßnahmen zu treffen. Diese können auch ein Zurücknehmen von Lockerungen beinhalten. Ich hoffe, dass es dazu nicht kommen muss, deshalb appelliere ich an alle Berlinerinnen und Berliner: Halten Sie weiter den nötigen Abstand ein und vermeiden Sie unnötige physische Kontakte."

  • 12. Mai 2020

    Zur heute vom Senat beschlossenen Zero Waste Strategie des Landes Berlin

    Foto: Barbara Dietl / Grüne Fraktion Berlin Georg P. Kössler, MdA | Sprecher für Klima- und Umweltschutz, Eine-Welt-Politik und Clubkultur | Grüne Fraktion Berlin

    Georg Kössler, umweltpolitischer Sprecher:
    „Mit dem heute im Senat beschlossenen Abfallwirtschaftskonzept folgt Berlin seinem Leitbild „Zero Waste“ und kann bis 2030 eine Viertel Millionen Tonnen CO2 und ein Fünftel unseres Mülls einsparen. In den parlamentarischen Verhandlungen gilt es nun, das Abfallwirtschaftskonzept zügig zu beschließen und, wo nötig, noch anzuschärfen. Trauen wir uns praktische Visionen zu: Bis 2030 muss Berlin sich frei von unnötigen Einwegverpackungen machen! Außerdem müssen wir noch besser und flächendeckend über Mülltrennung informieren, zum Beispiel in Form einer Abfallrechnung. Eine Ausdehnung der Müllverbrennung wird es mit uns Grünen nicht geben."

Kontrast
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