111 Jahre Dauerwaldvertrag: Berliner Wald schützen statt kürzen
Aleksandra Kwasnik
Zum Festakt anlässlich des 111. Jubiläums des Berliner Dauerwaldvertrags erklärt Bettina Jarasch, Fraktionsvorsitzende:
„Der Berliner Stadtwald ist eine kostbare grüne Lunge. Er kühlt unsere Stadt in Hitzesommern und schafft Ausgleich im Alltag – für alle Berlinerinnen und Berliner, unabhängig vom Geldbeutel. Der Berliner Dauerwaldvertrag ist ein Geschenk für unsere Stadt. Seine Unterzeichnung vor 111 Jahren war ein Meilenstein. Er garantiert, was selbstverständlich sein sollte: Der Berliner Wald dient der Erholung und der Trinkwasserversorgung – und darf nicht bebaut werden. Gerade in der Klimakrise gewinnt dieses Versprechen an Bedeutung. An dieses Versprechen sollte sich auch der Berliner Senat halten!
Stürme, Hitze und Dürre setzen dem Berliner Wald zu. Doch der schwarz-rote Senat finanziert die Berliner Forsten nicht ausreichend. Das Mischwaldprogramm wurde ausgesetzt, ein klarer Plan für den Wald fehlt bis heute. Jedes Jahr verlieren wir tausende Bäume. Gleichzeitig kürzt der Senat bei der Grün Berlin GmbH massiv und will das Geld für Wärmewende in Holzkraftwerke stecken, die Wälder verfeuern.
Wir fordern den Senat auf, die Baumschutzverordnung unverzüglich zu überarbeiten – wie es das Berliner Klimaanpassungsgesetz verlangt. Der Senat muss Artenschutz, Biodiversität, Klimaresilienz sowie die Bedeutung des Waldes für die Naherholung rechtlich und finanziell stärker schützen statt an unserem Stadtgrün zu kürzen und umweltschädliche Holzkraftwerke zu bauen.“
