Zum Todestag von Hatun Sürücü – Grüne würdigen Mut und Selbstbestimmung
Foto: rbb/ WDR
Gemeinsam gegen Antifeminismus
Hatun Aynur Sürücü wurde am 7. Februar 2005 ermordet, weil sie selbstbestimmt und frei leben wollte. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hält die Erinnerung an Hatun Aynur Sürücü, ihren Mut und ihren entschlossenen Kampf für Freiheit lebendig und lädt erstmals zu einem Empfang ein, der Hatun Sürücü gewidmet ist. Der Hatun-Sürücü-Empfang knüpft an unseren seit 13 Jahren verliehenen Hatun-Sürücü-Preis an.
Mit dem Hatun- Sürücü-Empfang schaffen wir einen Raum der Begegnung, des Austauschs und der Vernetzung für alle, die sich für Empowerment und Selbstbestimmung von FLINTA-Personen einsetzen. Wir laden die feministische Zivilgesellschaft Berlins ein, bei einem gemeinsamen Frühstück und Live-Musik von Meral Al-Mer zusammen und ins Gespräch zu kommen und neue Verbindungen zu knüpfen.
Im Jahr 2026 treffen wir uns unter dem Motto „Gemeinsam gegen Antifeminismus“. Wir freuen uns, die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, als Ehrengästin begrüßen zu dürfen. Wir freuen uns auf Ihre und Eure Teilnahme und auf einen gemeinsamen, empowernden Start in den Tag. Dazu erklären Bahar Haghanipour, Sprecherin für Frauenpolitik und Gleichstellung, und Bettina Jarasch, Fraktionsvorsitzende:
Bahar Haghanipour: „Hatun Aynur Sürücü steht für Mut, Selbstbestimmung und Stärke. Sie hat sich aus einer Zwangsehe befreit und als alleinerziehende Mutter unbeirrt ihren eigenen Bildungsweg verfolgt. Das macht sie zu einem Vorbild für viele junge Frauen. Als feministische Fraktion halten wir seit 13 Jahren mit dem Hatun-Sürücü-Preis die Erinnerung an Sürücü lebendig. In diesem Jahr richten wir erstmals anlässlich des Internationalen Frauentags einen Hatun-Sürücü-Empfang aus. Wir entwickeln die Preisverleihung weiter zu einem Raum, in dem wir herausragende Projekte und Engagierte würdigen, die sich für Empowerment von Mädchen und FLINTA-Personen einsetzen. Dieser Empfang feiert das Leben und die feministische Zivilgesellschaft in Berlin.“
Bettina Jarasch: „Hatuns Geschichte zeigt, was die tieferen Ursachen für Gewalt gegen Frauen sind: patriarchale Zwänge, gesellschaftliche Normen und ungleiche Machtverhältnisse. Unser Auftrag als Politik ist es, diese Strukturen zu hinterfragen und aktiv zu verändern. Mit dem Hatun-Sürücü-Empfang wollen wir ein deutliches politisches Signal senden: Berlin steht an der Seite von Mädchen und FLINTA-Personen, die für Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und ein Leben frei von Gewalt kämpfen.“
Hinweis: Wir bitten um Anmeldung hier.
Der Hatun-Sürücü-Empfang findet am Dienstag, den 3. März 2026, von 8:30-10:00 Uhr statt. Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um eine frühzeitige Anmeldung. Sollten alle Plätze vergeben sein, setzen wir Sie gern auf die Warteliste.
Wir möchten, dass sich alle bei uns wohlfühlen. Sollte es besondere Bedarfe wie Gebärdendolmetschung o.ä. geben, freuen wir uns über frühzeitige Hinweise.

