Vonovias Eigentor: Studie bestätigt Mehrheit für Vergesellschaftung
Foto: Anna Fiolka
Zur Studie von Markt- und Sozialforschungsinstitut Sinus im Auftrag von Vonovia kommentiert Katrin Schmidtberger, Sprecherin für Wohnen und Mieten:
„Vonovias Studie bestätigt schwarz auf weiß, was wir seit Jahren wissen: Die Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner will die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne. Dass der Konzern diese Studie geheim gehalten hat, spricht Bände. Kaum wurde die Zustimmung bekannt, soll Berlin die Vergesellschaftung per Bundesgesetz verboten werden. Das ist Lobbyismus und das Aushöhlen von Demokratie zum Schutz von Konzerninteressen.
Die Studie beweist zugleich: Vonovia weiß inzwischen selbst, dass Vergesellschaftung rechtlich möglich und umsetzbar ist. Mit ihrem Geschäftsgebaren haben die großen Wohnungskonzerne seit Jahren das Vertrauen der Berlinerinnen und Berliner verspielt. Die Vergesellschaftung ist der politische Boomerang für das Geschäftsmodell der großen Wohnungskonzerne.
70 Prozent der Berlinerinnen und Berliner wollen laut der Studie keinen kapitalgetriebenen, sondern einen gemeinwohlorientierten Wohnungsmarkt. Genau dafür kämpfen wir – gemeinsam für den Wiener Weg für Berlin: Für einen Wohnungsmarkt, in dem die Mehrheit der Wohnungen Genossenschaften und kommunalen Wohnungsgesellschaften gehören und so dauerhaft bezahlbar bleiben.“
