Berlin geht das Wasser aus und der Senat schaut zu
Foto: Vincent Villwock/Grüne Fraktion Berlin
Zur steigenden Wasserknappheit in Berlin erklärt Benedikt Lux, umweltpolitischer Sprecher:
„Berlin trocknet aus. Der Niederschlag bricht ein, die Spree führt immer weniger Wasser, die Grundwasserstände sinken. Das ist kein Zufall, sondern Folge der Klimakrise – und politischer Untätigkeit.
Statt die Wasserknappheit anzugehen, vernachlässigt Schwarz-Rot den Wasserhaushalt und kürzt bei der Gewässerpflege. Das verschärft die Krise weiter. Wir fordern: Die Wasserbetriebe müssen ihre Gewinne in die Sicherung der Wasserversorgung investieren. Zudem braucht es endlich ein Entgelt für Wasserentnahmen aus Berliner Gewässern.
Besonders gravierend ist das Versagen bei der länderübergreifenden Zusammenarbeit. Berlin braucht verbindliche Vereinbarungen mit Brandenburg und Sachsen, damit die Spree nicht austrocknet. Die Probleme sind seit Jahren bekannt – doch der Senat bleibt untätig.
Berlin braucht jetzt einen klaren Kurswechsel: Schwammstadt konsequent umsetzen, Regenwasser speichern statt ableiten, Flächen entsiegeln, Stadtgrün stärken und einen Krisenplan zum Wassersparen vorlegen. Sonst sitzt Berlin bald auf dem Trockenen.“
