Berliner Wärmewende muss Klimaschutz gerecht werden
Foto: Vincent Villwock/Grüne Fraktion Berlin
Ein breites Bündnis kritisiert die mangelnde Transparenz und umweltschädliche Holzverbrennung in der Berliner Wärmewende. Dazu erklärt Stefan Taschner, energiepolitischer Sprecher:
„Der Rückkauf der Berliner Energie und Wärme (BEW) war ein wichtiger Meilenstein für eine demokratisch kontrollierte, klimagerechte Energieversorgung. Aus Sicht von Bündnis 90/Die Grünen ist es nun zwingend notwendig, dass die BEW diesem Anspruch auch gerecht wird. Wir von Bündnis 90/Die Grünen unterstützen die Forderungen der Umweltverbände nach einem echten Dekarbonisierungsfahrplan, aber ohne klimaschädliche Holzverbrennung. Eine Wärmewende, die auf dem Rücken von Wäldern und der Biodiversität ausgetragen wird, ist keine nachhaltige Lösung. Berlin kann und muss es besser machen als Vattenfall. Auch in Berlin muss gelten: Klimaschutz gelingt nur gemeinsam. Deshalb unterstützen wir die Forderung nach einer engen Einbindung der Umweltverbände und der Zivilgesellschaft in die weitere Planung. Wie das Beispiel Hamburg zeigt, ist echte Beteiligung möglich – wenn sie politisch gewollt ist. Dort wurden NGOs bei wichtigen Entscheidung frühzeitig eingebunden. Wir fordern den Senat auf, für die BEW umgehend transparente Verfahren zu schaffen und einen überarbeiteten, sozial-ökologisch tragfähigen Fahrplan zur Dekarbonisierung vorzulegen.“
