Das Problem an der Wurzel packen: Berlin braucht eine Verpackungssteuer!
Foto: Maria Shamaeva/Grüne Fraktion Berlin
Zum Vorstoß des Senats, die Bezirke künftig an den Einnahmen von Bußgeldern bei illegaler Müllentsorgung stärker zu beteiligen, erklärt Benedikt Lux, Sprecher für Umweltpolitik:
„Dass der Senat die Bezirke künftig finanziell an verhängten Bußgeldern beteiligen will, ist ein richtiger Schritt. Aber er greift zu kurz. Wer nur höhere Bußgelder verhängt, ohne die Ursachen anzugehen, bleibt halbherzig. Wir brauchen endlich eine Verpackungssteuer in Berlin. Einweg muss teurer werden, Mehrweg günstiger. So schaffen wir einen echten Anreiz für weniger Müll – und entlasten langfristig auch die Bezirke.
Während der Regierende Bürgermeister eine Verpackungssteuer lediglich „nicht ausschließt“, fordern wir Grüne sie seit Langem konkret und verbindlich. Städte wie Tübingen zeigen, dass eine solche Abgabe wirkt. Saubere Kieze entstehen nicht durch Schlagzeilen, sondern durch konsequente Politik. Wer es ernst meint mit Ordnung und Umweltschutz, darf sich vor wirksamen Instrumenten nicht drücken“
