Klimaanpassungen in Berlin – Es fehlt an Geld, nicht an Ideen
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Zur Klimarisikoanalyse der Umweltverwaltung kommentieren Benedikt Lux, umweltpolitischer Sprecher und Stefan Taschner, Sprecher für Energie und Klimaschutz:
„Berlin hat in Punkto Klimaanpassung weder ein Erkenntnisproblem noch fehlen Programme oder Gesetze. Berlin hat einen Senat, der nicht anpackt. Programme und Gesetze liegen auf dem Tisch: das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm, das Mobilitätsgesetz, das Klimaanpassungsgesetz. Es fehlt nicht an Konzepten. Es fehlt am politischen Willen des Senats, sie konsequent zu finanzieren und umzusetzen.
Was nützen die besten Maßnahmen, wenn das Geld fehlt? Ohne ausreichende Mittel und Personal bleibt vieles Theorie. So verspielt man Vertrauen und Zeit. Dabei stärkt jeder Euro in Klimaanpassung die regionale Wirtschaft, sichert Arbeitsplätze und entlastet die Berlinerinnen und Berliner. Wer heute verschiebt, zahlt morgen drauf – finanziell und sozial.
Berlin braucht endlich eine konsequente Fördermittelstrategie, die keinen Cent aus Bund und EU liegen lässt. Wir müssen die Schwammstadt flächendeckend umsetzen, statt in klimaschädliche Holzkraftwerke zu investieren. Und wir brauchen eine Offensive für unsere Stadtnatur – mehr Entsiegelung, mehr Bäume, mehr Kühlung für die Kieze.“

