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#MeToo: Für mehr Schutz bei Veranstaltungen in Berlin

Zwei Frauen sitzen nebeneinander an einem Tisch, sie sind jung. Hinter ihnen steht ein Roll-Up, auf dem "Grüne Fraktion Berlin" steht und im Vordergrund ist eine Kamera zu sehen. Die Szenerie ist eine Pressekonferenz. Foto: Alisa Raudszus/Grüne Fraktion Berlin

Der Fall Rammstein zeigt: Die Themen #MeToo und Machtmissbrauch sind im Kulturleben nach wie vor virulent und in unserer Gesellschaft insgesamt traurige Realität. Die bekannt gewordenen Vorkommnisse sind weder Einzelfälle noch auf einzelne Veranstaltungsformate oder künstlerische Sparten begrenzt, sondern Ausdruck eines strukturellen Problems im Kultur-, Medien- und Kreativbetrieb.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus hat eine parlamentarische Initiative mit konkreten Maßnahmen für mehr Schutz vor sexistischer und sexualisierter Gewalt auf Veranstaltungen in Berlin erarbeitet. Der Senat wird darin aufgefordert, kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen für einen effektiven Gewaltschutz und für die Gleichstellung von Frauen und anderen marginalisierten Gruppen bei Kulturveranstaltungen, insbesondere bei Musikveranstaltungen wie bspw. Konzerten und Festivals, aber auch bei Sportgroßveranstaltungen, zu ergreifen. Der Beschluss wird zur nächsten Parlamentssitzung von unserer Fraktion eingebracht. Sie finden die Forderungen hier zum Download (PDF). In einer Pressekonferenz wurde der Beschluss von Bahar Haghanipour, Vizepräsidentin des Abgeordnetenhauses und Sprecherin für Frauenpolitik und Gleichstellung vorgestellt. Mit auf dem Podium: Asha Hedayati, Rechtsanwältin für Familienrecht und Autorin.

Dazu erklärt Bahar Haghanipour, Vizepräsidentin des Abgeordnetenhauses und Sprecherin für Frauenpolitik und Gleichstellung:

„#metoo und die Veranstaltungsbranche gehen Hand in Hand, wenn Status, Macht und Abhängigkeitsverhältnisse nicht hinterfragt werden. Die Politik steht in der Pflicht, Maßnahmen für mehr Gewaltschutz zu ergreifen. 

Wir wollen, dass Veranstalter*innen ein verpflichtendes Sicherheitskonzept vorlegen, das selbstverständlich neben Brandkonzepten auch Awareness-Strukturen mit Ansprechpersonen und Schulungen vorsieht. Dafür wollen wir eine Musterklausel für Mietverträge entwickeln und die Sicherheitskonzepte im Veranstaltungssicherheitsgesetz verankern. So hätte das Land die Möglichkeit, bei Vertragsbruch gegen das Sicherheitskonzept Verträge kurzfristig zu kündigen. Außerdem wollen wir Schulungen und Beratungs- und Vertrauensstellen weiterentwickeln. Wir fordern die Entwicklung eines Verhaltenskodexes in der Kulturbranche und wollen prüfen, inwieweit Zahlungen des Landes Berlin an positive Maßnahmen für einen besseren Gewaltschutz gekoppelt werden können. Damit alle Berliner*innen ihre Veranstaltungen genießen können.

Wenn Frauen sexualisierte Gewalt bei Veranstaltungen in Berlin erleben, dann ist das schrecklich. Die Frauen, die ihre Stimme erheben, erleben zudem häufig Hass und Häme und müssen um ihre Glaubwürdigkeit kämpfen. Wir benötigen deshalb unterstützende Strukturen, denn es gehört viel Mut dazu, die erfahrene Gewalt anzuprangern.“


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