Schwerlastverkehr raus aus Charlottenburg – keine Kapazitätsausweitung der Autobahn mit der neuen Westendbrücke
Foto: Vincent Villwock/Grüne Fraktion Berlin
Anlässlich des Baubeginns der neuen, deutlich breiteren und damit leistungsfähigeren Westendbrücke erklärt Werner Graf, Fraktionsvorsitzender:
„Die CDU, im Land wie im Bund, treibt mit ihrer Autobahn-Politik Berlin immer weiter ins Verkehrschaos. Mit der von drei auf vier Fahrspuren verbreiterten Westendbrücke wird absehbar noch mehr Durchgangsverkehr angezogen und die Belastung der Menschen mit Stau, Lärm und Schadstoffen weiter ansteigen. Dass der Bund trotz dieser absehbaren Mehrbelastung auf ein Planfeststellungsverfahren verzichtet, verhindert die Umsetzung von zusätzlichem Lärmschutz und sorgfältige Prüfung der Auswirkungen von noch mehr Durchgangsverkehr in Charlottenburg. Ohne die Unterstützung der CDU im Berliner Senat wäre das kaum denkbar gewesen.
Seit der Sperrung der A100-Brücken und der Umleitung des Schwerlastverkehrs durch das Stadtstraßennetz im Westen Berlins ist die Belastung durch den massiven LKW-Durchgangsverkehr für Anwohner, U-Bahntunnel und der Leitungen unter der Königin-Elisabeth-Straße und deren Umfeld bereits heute enorm. Dass sich die CDU trotz dieser Dauerbelastung seit Monaten weigert, eine Lösung in den betroffenen Straßen umzusetzen, ist nicht mehr hinnehmbar. Jeder weitere Tag mit tonnenschweren LKWs wird die extremen Belastungen der Tunnel und Leitungen verschärfen und absehbar zu Ausfällen bei der U-Bahn und in der Fernwärmeversorgung führen. Hier zeigt sich beispielhaft, wie die CDU mit ihrer Politik buchstäblich Berlin kaputt macht.“
