Berlin bleibt Hauptstadt der Verkehrstoten – Unfallbilanz 2025 zeigt Versagen der CDU-Verkehrspolitik
Foto: Nikada/iStock
Anlässlich der Veröffentlichung der Verkehrsunfallstatistik 2025 erklären Oda Hassepaß und Antje Kapek, verkehrspolitische Sprecherinnen:
„Die Unfallbilanz 2025 ist bitter für Berlin. Die Vision einer sicheren Stadt ohne Verkehrstote und Schwerverletzte rückt in weite Ferne. Mit ihrer Verkehrspolitik gefährdet die CDU die Sicherheit auf Berlins Straßen. 37 Verkehrstote und über 17.000 Verletzte, davon 662 Kinder. Das sind 525 Menschen mehr als im Vorjahr, die auf Berlins Straßen verletzt wurden. Besonders traurig: Die Zahl verletzter Kinder steigt dreimal so stark wie die der Gesamtbevölkerung. Das ist das fatale Ergebnis der CDU-Politik, die ungebremsten Durchgangsverkehr über die Sicherheit der Menschen stellt.
Statt Leben zu schützen, stoppt die CDU Kiezblocks, verhindert neue Radwege und kassiert Tempo 30 vor Schulen wieder ein. Diese Politik ist ein Fiasko für die Sicherheit der Menschen auf Berlins Straßen.
Die Bilanz zeigt: Menschen, die zu Fuß gehen, werden bei Unfällen mit Abstand am häufigsten verletzt und getötet. Fakt ist: Verkehrsberuhigung rettet Menschenleben. Es gibt bewährte Lösungen für ein sicheres Berlin. Die CDU muss endlich handeln statt Lösungen zu blockieren. Wer Verkehrstote hinnimmt, versagt politisch.“
Hintergrund & Studie „Wie wirkt Verkehrsberuhigung“
Angesichts der prekären Sicherheitslage in Berlin hat die Grüne Fraktion am 19. Februar 2026 eine Studie des Mobilitätsplanungsbüro Stratmo zur Wirkung der Berliner Kiezblocks vorgestellt.
Die zentralen Ergebnisse der Studie:
- In den untersuchten Kiezblocks gingen die Unfälle mit Verletzten um 30 Prozent zurück, im Vergleich zu lediglich 9 Prozent in ganz Berlin im selben Zeitraum.
- Die Unfälle mit Schwerverletzten gingen in den Kiezblocks sogar um 58 Prozent zurück.
Auch auf den angrenzenden Hauptstraßen gingen die Unfälle zurück, es gab also keinen Verlagerungseffekt. - Unfälle mit Beteiligung von Fußgänger*innen und Radfahrenden gingen in den Kiezblocks um 34 Prozent zurück im Vergleich zu 14 Prozent berlinweit.
- Zusätzlich zum Rückgang der Unfallzahlen belegt die Studie auch eine Verbesserung der subjektiv wahrgenommenen Sicherheit: Besonders ältere Menschen und Kinder fühlen sich durch die Verkehrsberuhigungsmaßnahmen sicherer und können sich selbständiger bewegen.
Ergebnis-Broschüre zur Studie: https://gruene-fraktion.berlin/neue-studie-wie-wirkt-verkehrsberuhigung/
Stratmo-Forschungsbericht: https://doi.org/10.26128/2026.1

