CDU vertreibt Nextbike aus Berlin
Foto: Alisa Raudszus/Grüne Fraktion Berlin
Zu Nextbike erklärt Oda Hassepaß, Sprecherin für Verkehrspolitik:
„Die CDU lässt Berlins klimafreundliche Mobilität sehenden Auges gegen die Wand fahren. Erst wurden im Haushalt massiv die Mittel für die Leihradsysteme gekürzt. Jetzt sorgt die CDU dafür, dass der Leihradanbieter Nextbike seinen Betrieb in Berlin einstellen muss.
Das ist ein verkehrspolitischer Skandal. Nextbike ist kein Nischenangebot. In Berlin stehen rund 6.500 Leihräder an etwa 2.900 Stationen zur Verfügung. Über 4 Millionen Fahrten pro Jahr zeigen klar: Der Bedarf ist riesig. Die Menschen nutzen diese Räder. Jeden Tag. Gerade Studierende, Menschen mit wenig Geld, Pendler*innen und Tourist*innen sind auf Leihradsysteme angewiesen. Sie ermöglichen flexible Mobilität. Und sie entlasten Straßen, Klima und Luft.
Dass die CDU dieses Angebot kaputtspart, ist verantwortungslos. Wer das Radfahren schwächt, schwächt sichere, soziale und klimafreundliche Mobilität. Das trifft besonders diejenigen, die ohnehin weniger haben. Wir Grüne wollen eine Stadt, die funktioniert, auch in Krisen. Radfahrende entlasten Bus & Bahn sowie überfüllte Straßen. Moderne Mobilität heißt: Radverkehr stärken, nicht abschaffen.
Leihradsysteme ausbauen, nicht verdrängen. Berlin braucht ein öffentlich gefördertes Leihradsystem mit festen Stationen. Das verhindert das Abstellchaos auf den Gehwegen und sorgt dafür, dass auch außerhalb der Innenstadt Sharing-Angebote vorhanden sind. Aber die CDU macht das Gegenteil. Sie macht Politik gegen die Menschen. Berlin braucht eine Verkehrspolitik, die schützt, verbindet und voranbringt. Nicht eine, die funktionierende Angebote zerstört.“
