Das Tempelhofer Feld ist nicht der Sündenbock für das Versagen des Senats
Foto: Amaya Kreye
Zur Debatte um die Randbebauung des Tempelhofer Feldes erklärt Julian Schwarze, Sprecher für Stadtentwicklung:
„Das Tempelhofer Feld ist kein Bauland, sondern eine Lebensader für Berlin. Wer jetzt den Wohnraummangel nutzt, um eines der größten Immobilienprojekte der Stadt durchzusetzen, betreibt eine Scheindebatte. Berlin fehlt es nicht an Bauland, sondern am politischen Willen – selbst in unmittelbarer Nähe des Tempelhofer Feldes warten bereits genehmigte Wohnungen darauf, endlich gebaut zu werden. Auch der Senat musste zugeben: Eine Bebauung des Feldes rettet keinen einzigen grünen Innenhof – dafür gibt es baurechtlich keinen Zusammenhang. Im Gegenteil: Gerade die Randbereiche des Feldes sorgen für Frischluft in den angrenzenden Kiezen und kühlen die Stadt. Vor allem der Rand ist ein Freiraum für alle Berlinerinnen und Berliner – zum Grillen, für Sport oder Kultur, nicht für die Profite weniger Investoren. Statt Symbolpolitik mit dem Tempelhofer Feld zu betreiben und von seinem Versagen beim Thema Wohnungsbau abzulenken, muss der Senat endlich konkrete Maßnahmen ergreifen, um den Wohnungsbau in Berlin auf bereits versiegelten Flächen voranzutreiben. Der Volksentscheid gilt: Das Feld bleibt frei!“
