Schwarz-Rot gefährdet die Zukunft der Lehrkräfteausbildung
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013.
Zur heutigen Pressekonferenz von GEW Berlin, Schule muss anders und Kreidestaub zu den Kürzungen der Koalition in der Lehrkräftebildung erklären Laura Neugebauer, Sprecherin für Wissenschaft und Forschung, und Louis Krüger, Sprecher für Schulpolitik:
„Auch wir sehen die Kürzungen im Bereich der Lehrkräftebildung mit großer Sorge und teilen die Bedenken von GEW Berlin, Schule muss anders und Kreidestaub. Die Koalition streicht die Mittel für Sonderprogramme in der Lehrkräftebildung mit der vorgeschobenen Begründung, dass diese in die Hochschulverträge integriert werden. Das ist angesichts des gesamten Ausmaßes der Kürzungen an den Hochschulen reine Augenwischerei.
Auch die Änderungsverträge zu den Hochschulverträgen, die am Montag im Wissenschaftsausschuss zur Abstimmung stehen, werden wir ablehnen. Sie markieren das letzte Kapitel einer dreijährigen wissenschaftspolitischen Bankrotterklärung von Schwarz-Rot und Senatorin Czyborra. Offensichtlich kürzt diese Koalition vor allem dort, wo Kinder, Frauen und Familien betroffen sind, beispielsweise in der Lehrkräfte- und Hebammenausbildung. Angesichts der Lage an Schulen, in Kreißsälen und anderswo darf Berlin nicht mit dem Rasenmäher kürzen, nur weil es politisch bequem erscheint. Weniger als 20 Prozent der neu eingestellten Lehrkräfte haben eine volle Lehramtsausbildung, die Kürzungen verschärfen diese Krise weiter.
Ein Gutachten des Wissenschaftlichen Parlamentsdienstes zeigt zudem, dass eine ausreichende Finanzierung der Hochschulverträge möglich gewesen wäre. Wir raten den betroffenen Hochschulen weiterhin zur Klage, haben aber Verständnis für die Gremien der akademischen Selbstverwaltung, wenn sie sich dagegen entscheiden. In jedem Fall werden wir dafür kämpfen, den Schaden, den diese Koalition unserer Stadt zufügt, gemeinsam und im Dialog mit den Betroffenen zu minimieren und so bald wie möglich auch zu reparieren.“

