Neubau reicht nicht aus: Klare Regeln gegen die Mietkrise
Foto: Vincent Villwock / Grüne Fraktion Berlin
Zur Jahrespressekonferenz des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. erklärt Katrin Schmidberger, Sprecherin für Mieten und Wohnen:
„Neubau allein löst die Krise nicht, weil er erstens zu teuer ist und zweitens seit Jahren nicht vorankommt. Die Krise auf dem Wohnungsmarkt lösen wir nur mit klaren Regeln. Deshalb schlagen wir mit unserem Bezahlbare-Mieten-Gesetz verbindliche Leitplanken für faire Mieten durch eine verbindliche Sozialquote für den privaten Markt vor und wollen endlich wieder gute Wohnbedingungen in unserer Stadt erreichen. Der BBU rechnet sich die Situation auf dem Wohnungsmarkt statistisch schön. Leider schlüsselt er die Mieten nicht nach Eigentümern auf. Denn vor allem die landeseigenen Wohnungsunternehmen und Genossenschaften wirken mietpreisdämpfend. Das Kalkül des BBU ist klar: Er will vorgaukeln, dass die Mieten bei den privaten Vermieter*innen gar nicht so hoch seien, um weniger Regulierung bei den Bestandsmieten zu erreichen. Wer allein auf neue teure Wohnungen und Deregulierung setzt, fördert Wildwest auf dem Mietmarkt.“
