Bericht zum Fachgespräch: Kinder und Jugendliche vor Rechtsextremismus schützen
Grüne Fraktion Berlin | Foto: Ario Mirzaie
Die aktuelle politische Lage fordert uns alle. Der Rechtsruck zeigt sich in unserem Alltag, in Schulen, in Jugendfreizeiteinrichtungen, im Netz und zunehmend offen auf der Straße. Die AfD verbreitet gezielt Hass und Hetze und richtet sich mit ihren Kampagnen immer stärker an Kinder und Jugendliche. Das ist eine reale Gefahr für unsere Demokratie und für ein sicheres Aufwachsen in Berlin. Gleichzeitig stoßen pädagogische Fachkräfte in Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen an ihre Grenzen: fehlende politische Rückendeckung erschwert ihnen den Umgang mit rechten Vorfällen.
Die Abgeordneten Klara Schedlich (Sprecherin für Jugendpolitik und Berufliche Bildung), Ario Mirzaie (Sprecher für Strategien gegen Rechts) und Louis Krüger (Sprecher für Schulpolitik) haben am 25.11.2025 mit 80 Teilnehmenden über geeignete politische Maßnahmen diskutiert, um Kinder und Jugendliche vor Rechtsextremismus zu schützen.
Auf dem Podium haben uns die Perspektiven von Franziska Thorun und Matthis Studmann, Schüler*innen der Fichtenberg-Oberschule, Anna Schmidt, der Mobilen Beratung gegen Rechts, Martin Weyland, Politischer Bildner und Jugendarbeiter und Klaudia Kachelrieß, schulpolitische Sprecherin der GEW Berlin, bereichert.
Das Fachgespräch hat deutlich gemacht:
- Schulen brauchen politische Rückendeckung: Das Neutralitätsangebot wird oft missbraucht, um Engagement gegen Rechts zu blockieren. Hier braucht es eine stabile Haltung und klare Kommunikation durch den Senat.
- Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit muss nachhaltig finanziert werden.
- Politische Bildung sollte zur Stärkung der Demokratie Pflichtfach sein.
- Social Media ist für viele Jugendliche die zentrale Informationsquelle: Medienkompetenz muss stärker in Schulen verankert und konsequente Regulierungen und strafrechtliche Verfolgung rechter Inhalte umgesetzt werden.
- Demokratiebildung für Lehrkräfte, Schulpersonal und in der Jugendsozialarbeit muss ausgebaut werden.
- Jugendliche brauchen Perspektiven und echte Chancen.
- Medien, Mobbing und Social Media müssen ins Lehrkräftebildungsgesetz.
- Es braucht einen interdisziplinären Sicherheitsgipfel gegen die immer jüngere und gewaltbereitere rechte Szene.
- Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen dürfen in ihrem Kampf gegen den Rechtsruck nicht länger alleine gelassen werden.
Wir möchten uns bei allen Teilnehmenden für die wertvollen Beiträge und vor allem Ihr und Euer Engagement gegen den Rechtsruck und für die Demokratie sehr herzlich bedanken!
Ihr Engagement, eure Perspektiven und Erfahrungen geben Hoffnung. Ihr habt deutlich gemacht, wie viele Menschen in dieser Stadt Tag für Tag dafür sorgen, dass junge Menschen geschützt, gestärkt und gesehen werden. Eure Arbeit ist unverzichtbar für unser vielfältiges und demokratisches Berlin.
Für uns Grüne steht fest: Wir kämpfen dafür, dass junge Menschen in Berlin sicher, frei und selbstbestimmt aufwachsen können.



